Finanzaufsicht
EZB wird 21 deutsche Banken beaufsichtigen

Die unter dem Dach der EZB angesiedelte neue europäische Bankenaufsicht wird ab November 21 Banken aus Deutschland direkt beaufsichtigen. Das sind drei Banken weniger, als ursprünglich geplant.
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FrankfurtDie unter dem Dach der Europäischen Zentralbank (EZB) angesiedelte neue europäische Bankenaufsicht wird ab November 21 Geldhäuser aus Deutschland direkt überwachen. Wie Notenbank am Freitag mitteilte, fallen drei der 24 deutschen Banken, die derzeit von der EZB und den nationalen Aufsehern auf Herz und Nieren geprüft werden, nicht unter die neue Aufsicht: Gestrichen wurden die zur bundeseigenen KfW-Förderbank gehörende KfW-Ipex-Bank, die in der Finanzkrise 2007/08 als erstes deutsches Geldhaus gestrauchelte IKB und der Finanzdienstleister W&W. Aus der gesamten Euro-Zone werden künftig 120 Institute von der EZB beaufsichtigt, bislang hatte die Liste 128 Banken umfasst.

Die Notenbank behält sich Veränderungen der Auswahl bis Anfang September vor. Die Ergebnisse von Bilanzprüfung und Stresstest von allen 124 Banken sollen im Oktober veröffentlicht werden. Da einige Institute neu auf die EZB-Liste kamen und andere gestrichen wurden, werden neu aufgenommene Banken nach Angaben einer EZB-Sprecherin im kommenden Jahr nachträglich von der neuen Aufsicht getestet. Dies gilt für vier Banken: zwei österreichische Töchter russischer Geldhäuser (VTB und Sberbank), ein belgisches Institut und die italienische Tochter der britischen Barclays Bank. Die ersten drei Banken kamen wegen ihrer enormen internationalen Verflechtung neu auf die Liste. Gestrichen wurden von dieser eurozonenweit zwölf Geldhäuser.

Die im Aufbau befindliche Bankenaufsicht unter dem Dach der EZB ist ein Teil der so genannten Bankenunion, mit der die Steuerzahler in der Euro-Zone künftig besser vor den Folgen von Bankenkrisen geschützt werden sollen. Zweites Standbein ist ein Abwicklungsmechanismus für maroder Geldhäuser, der nach langem politischen Tauziehen in den kommenden Jahren entstehen soll.

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