Finanzkrise: Britische Notenbank weitet Wirtschafts-Hilfen aus

Finanzkrise
Britische Notenbank weitet Wirtschafts-Hilfen aus

Die britische Notenbank weitet ihre Stützungsmaßnahmen für die taumelnde Wirtschaft des Landes mit dem Kauf von Unternehmensanleihen und anderen Wertpapieren aus. Genaue Details, wie die Notenbank am Markt aktiv werden will, sollen kommende Woche bekannt gegeben werden.

HB LONDON. Die britische Notenbank will den unter der Finanzkrise leidenden Kreditmärkten des Landes kräftig unter die Arme greifen. Dies soll durch den Aufkauf von Unternehmensanleihen in großem Stil erfolgen, wie die Bank von England (BoE) am Donnerstag ankündigte. Auch Commercial Papers und Schuldverschreibungen, die im Rahmen des Bankenrettungsschirms der Regierung ausgegeben wurden, sollen in das Programm einbezogen werden.

BoE-Gouverneur Mervyn King kündigte in einem Brief an Finanzminister Alistair Darling an, die Zentralbank werde das Volumen der Käufe langsam steigern. „Ich hoffe, dass die Liquidität an den Märkten durch das Angebot verbessert wird, regelmäßig und andauernd Wertpapiere zu kaufen“, schrieb King.

Genaue Details, wie die Notenbank am Markt aktiv werden will, sollen kommende Woche bekannt gegeben werden. Der Zentralbank stehen zunächst insgesamt 50 Mrd. Pfund zur Verfügung, um an den Kreditmärkten Wertpapiere zu kaufen. Ziel der Aktion ist es, die Liquidität des Finanzsystems zu erhöhen und damit den Fluss von Krediten wieder zu ermöglichen.

King kündigte an, dass die Notenbank vierteljährlich über ihre Aktivitäten und den Umfang der Käufe berichten werde. Die Regierung will ihrerseits jährlich neu darüber entscheiden, ob die Käufe fortgesetzt werden sollen. Ob das Programm auch auf syndizierte Kredite und auf forderungsbesicherte Anleihen (ABS) ausgeweitet werden soll, werde geprüft. Gerade diese Papiere sind in der Finanzkrise schwer in Verruf geraten und derzeit praktisch unverkäuflich.

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