Finanzkrise
Greenspan gesteht erstmals Fehler ein

Der ehemalige US-Notenbankchef Alan Greenspan hat im Zusammenhang mit der derzeitigen Finanzkrise erstmals Fehler eingestanden. Die hochkomplexen Kreditversicherungs-Geschäfte (Credit Default Swaps, CDS) nicht stärker zu regulieren, sei ein Fehler gewesen, sagte Greenspan am Donnerstag bei einer Anhörung in einem Ausschuss des US-Parlaments.

HB WASHINGTON. „Ich habe falsch gelegen mit der Annahme, dass Organisationen – speziell Banken – aufgrund von Eigeninteresse ihre Aktionäre und ihr Firmenkapital am besten schützen können“, sagte Greenspann. Banken schlossen CDS-Geschäfte bilateral ab, wodurch das Risko bestand, dass einer der Partner ausfällt.

Bisher hatte Greenspan jede Mitschuld an der Finanzkrise zurückgewiesen. Kritiker werfen dem Ex-Fed-Chef vor, mit billigem Geld wenig solvente Amerikaner zum Häuserkauf verleitet und so die Blase am Immobilienmarkt mit verursacht zu haben. Um die Wirtschaft anzukurbeln, hatte die Fed ihren Leitzins nach den Terroranschlägen 2001 bis auf ein Prozent gesenkt.

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