Finanzkrise
Ifo: Kreditversorgung läuft besser

Immer noch herrscht in Deutschland große Sorge darüber, ob sich Unternehmen ausreichend mit Krediten versorgen können. Doch jetzt meldet das Ifo-Institut eine Besserung der Situation. Nach einer Studie klagen die Unternehmen in Deutschland klagen nicht mehr so stark über die zögerliche Kreditvergabe der Banken.
  • 0

HB BERLIN. Insgesamt bezeichneten im August 44,2 Prozent der Firmen die Kreditversorgung als restriktiv, im Vormonat waren es noch 45,1 Prozent, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung am Freitag zu seiner Umfrage unter etwa 4000 Firmen mitteilte. Noch Mitte 2007 hatte lediglich gut ein Fünftel der Betriebe über zurückhaltende Banken berichtet.

Im August besserte sich besonders die Situation im Verarbeitenden Gewerbe. "Sowohl in der Gruppe der großen wie auch der kleinen Industrieunternehmen haben die Klagen über die Kreditvergabepolitik der Banken etwas abgenommen", sagte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Trotz der Fortschritte haben aber weiter vor allem die großen Betriebe Probleme, Fremdkapital von den Banken zu erhalten; mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer sprachen von schwierigen Verhandlungen. Bei den kleinen Firmen waren es lediglich gut zwei Fünftel. Angespannter als im Juli war dagegen die Situation für die mittelgroßen Industriebetriebe.

Auch im Baugewerbe und im Handel sank die Kredithürde etwas. Angesichts der grassierenden Finanzkrise befürchten manche Politiker und Analysten, dass es zu einer Kreditklemme kommt, durch die die Erholung der Wirtschaft gebremst wird. Im Juli wuchs die Kreditvergabe der Banken in den 16 Euroländern aufs Jahr hochgerechnet so langsam wie noch nie.

Allerdings ist die Situation nach Einschätzung der Unternehmen noch lange nicht so dramatisch wie 2003: Damals klagten laut Ifo-Erhebung ungefähr zwei Drittel der Firmen über die zögerliche Kreditversorgung durch die Banken.

Kommentare zu " Finanzkrise: Ifo: Kreditversorgung läuft besser"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%