Finanzkrise
IWF schnürt Rettungspaket für Schwellenländer

Der Internationale Währungsfonds IWF will offenbar Schwellenländern, die in den Strudel der globalen Finanzkrise geraten sind, mit Krediten helfen. Im Fokus für mögliche Stützmaßnahmen stehen einer US-Zeitung zufolge auch viele Entwicklungsländer, die dringend frisches Kapital brauchen, um Investitionen zu finanzieren und das eigene Exportgeschäft anzukurbeln.

HB WASHINGTON/NEW YORK. "Der IWF verhandelt mit mehreren Ländern über Not-Darlehen. Er arbeitet auch an Plänen für eine große Kreditlinie, die es Ländern, die verzweifelt nach ausländischem Kapital suchen, erlauben würde, weitere Dollar-Devisen auszuleihen", schrieb die "New York Times" am Freitag unter Berufung auf IWF-Beamte in Washington.

Immer mehr westliche Finanzexperten ziehen dem Bericht zufolge ein "koordiniertes Vorgehen" in Betracht, um etwa die aufstrebenden Volkswirtschaften Brasiliens, Südafrikas oder der Türkei im Kampf gegen die weltweite Kreditklemme zu unterstützen. "Sie (diese Staaten) sind von den Kollateralschäden einer Krise bedroht, die auf dem amerikanischen Markt für minderwertige Immobilien-Hypotheken ihren Ausgang nahm." Trotz eines teils rasanten Wachstums benötigten auch viele Entwicklungsländer dringend frisches Kapital, um Investitionen zu finanzieren und das eigene Exportgeschäft anzukurbeln.

Zwar seien die Details des geplanten Kreditprogramms noch unklar, schrieb die "New York Times" weiter. Die Unterstützung Japans und mehrerer Öl produzierender Staaten ist nach Informationen des Blatts jedoch bereits gesichert. Das Finanzministerium in Washington habe ebenfalls Interesse an dem Hilfspaket signalisiert. "Wir prüfen es gründlich. Es gibt zahlreiche "emerging markets", die zuletzt unter wachsenden Druck gekommen sind", sagte ein Beamter der Zeitung. An die US-Notenbank sei der IWF allerdings noch nicht herangetreten.

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