Finanzkrise
Schweden senkt Leitzins erneut

Die schwedische Notenbank hat am Donnerstag ihre Geldpolitik stärker gelockert als an den Finanzmärkten erwartet. Zudem stellte die Sveriges Riksbank weitere Zinssenkungen für die nächsten Monate in Aussicht, um die Auswirkungen der globalen Finanzkrise auf die Volkswirtschaft zu begrenzen.

HB STOCKHOLM. Die schwedische Notenbank hat zum zweiten Mal in diesem Monat ihren Leitzins gelockert. Sie senkte ihn am Donnerstag von 4,25 auf 3,75 Prozent und kündigte eine weitere Zinssenkung um einen halben Punkt binnen sechs Monaten an. Damit sollen die Folgen der Finanzkrise auf die reale Wirtschaft gedämpft werden.

Experten hatten lediglich eine Rücknahme um einen viertel Prozentpunkt erwartet. Die Riksbank hatte erst am 8. Oktober ihren Leitzins um ebenfalls einen halben Punkt gesenkt und sich damit der koordinierten Aktion der Europäischen Zentralbank (EZB), der amerikanischen Fed und anderer großer Notenbanken angeschlossen. Der EZB-Zins liegt derzeit bei 3,75 Prozent, in den USA bei 1,5 Prozent.

Bei niedrigeren Zinsen wird es für Banken billiger, sich bei der Notenbank mit frischem Geld einzudecken. Dadurch sinken die Kreditkosten für Unternehmen und Verbraucher, was Investitionen und Konsum ankurbeln, aber auch den Inflationsdruck erhöhen kann. Die angestrebte Inflationsrate von zwei Prozent soll der Riksbank zufolge trotz der Zinssenkungen erreicht werden. Seit knapp einem Jahr liegt die Teuerungsrate über drei Prozent.

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