Finanzmarktkrise und schwaches Quartal
EU-Kommission revidiert Wachtumsprognose nach unten

Die Finanzmarktkrise wirft weiter ihre Schatten: Die EU-Kommission hat ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum im Euroraum gesenkt. Auch die Konjunktur in Deutschland bleibt nach Brüsseler Einschätzung im laufenden Jahr hinter den Erwartungen zurück.

HB BRÜSSEL. Für die Eurozone erwartet Brüssel für 2007 ein Plus von 2,5 Prozent, für die gesamte EU von 2,8 Prozent. Das sind jeweils 0,1 Punkte weniger als bisher prognostiziert. Grund dafür sei vor allem ein schwaches zweites Quartal

Die Interimsprognose beruht auf der Entwicklung des Wachstums in den sieben größten Mitgliedstaaten der EU: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, Polen und den Niederlanden. Für Deutschland prognostiziert die Kommission ein Wachstum von 2,4 Prozent, das sind 0,1 Prozentpunkte weniger als im Frühjahr.

Am stärksten wurde die Vorhersage für Frankreich korrigiert: Während die Kommission hier im Mai noch ein Wachstum von 2,4 Prozent für 2007 erwartete, geht sie jetzt nur noch von 1,9 Prozent aus.

Wegen der Finanzmarktkrise seien die Risiken deutlich gestiegen, warnte die EU-Behörde. Die Prognoserisiken hätten sich auf die Abwärtsseite verschoben. Hinsichtlich der Inflationsentwicklung war die Kommission etwas pessimistischer als zuletzt. Sie rechnet nun für 2007 mit einem Anstieg des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) um 2,0 Prozent (1,9 Prozent). Die leichte Aufwärtsrevision der Inflationsprognose begründete Brüssel hauptsächlich mit der erhöhten Teuerung im zweiten Quartal und erwarteten Rohstoffpreisanstiegen. Die wirtschaftlichen Grunddaten seien in Europa trotz der Krise aber weiterhin in Ordnung.

Für das kommende Jahr rechnet EU-Währungskommissar Joaquín Almunia mit einem etwas gebremsten Aufschwung, Zahlen nannte er zunächst nicht.

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