Fiskalklippe
Unsicherheit lähmt die USA

Die Arbeits- und Immobilienmärkte senden positive Signale, aber angesichts des politischen Streits über die Fiskalklippe überwiegen in Amerika die Unsicherheiten. Die Firmen stellen nur wenig ein, die Konsumlust fällt.
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New YorkDie Fiskalklippe ist wieder Chefsache: Wegen des Haushaltsstreits mit den Republikanern hat US-Präsident Barack Obama seine Weihnachtsurlaub abgebrochen. Nach nur wenige Tagen, die Obama mit seiner Familie auf Hawaii verbracht hatte, ist der US-Präsident zurück im Weißen Haus. Für Erholung ist keine Zeit: Sollten Obamas Demokraten und die Republikaner bis zum Jahresende keine Einigung im Haushaltsstreit erzielen, treten automatisch Kürzungen nach dem Rasenmäherprinzip und Steuererhöhungen für fast alle Haushalte in Kraft.

Die Politiker treten im Kampf um einen Kompromiss über die drohenden automatischen Etatkürzungen und Steuererhöhungen auf der Stelle, Amerikas Wirtschaft reagiert verunsichert. Zwar beantragten in der vergangenen Woche weniger Amerikaner als erwartet Arbeitslosenhilfe. Auch der Häusermarkt zieht an. Doch die Neueinstellungen bleiben schwach, der Konsum ist gedämpft.

Die Anträge auf Arbeitslosenhilfe fielen in der Woche zum 22. Dezember um 12.000 auf 350.000, geht aus den Daten des Arbeitsministeriums hervor. Ökonomen hatten mit 360.000 gerechnet.

Die Zahl der Anträge signalisiert, dass die Unternehmen genügend Nachfrage sehen, um den Personalbestand zu halten. Das ist eine notwendige Entwicklung, bevor die Einstellungen wieder anziehen. Um die Nachfrage anzuschieben und damit ein rascheres Stellenwachstum zu ermöglichen, erklärte die US-Notenbank in diesem Monat, sie wolle an der akkommodierenden Geldpolitik festhalten.

“Die eine Hälfte der Gleichung hat sich gebessert und zwar das Bild bei den Entlassungen”, sagte Omair Sharif, US-Ökonom bei RBS Securities Inc. in Stamford, Connecticut, vor Veröffentlichung der Daten. “Aber die Unternehmen zögern noch stark, jetzt wieder einzustellen.”

Zudem trübte sich die Konsumstimmung im Dezember deutlich stärker als erwartet ein. Das Verbrauchervertrauen fiel um 6,4 Punkte auf 65,1 Zähler, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 70,0 Punkten gerechnet. Zudem wurde der Vormonatswert von zunächst 73,7 Punkten auf 71,5 Punkte nach unten revidiert.

Die Zahl der verkauften Eigenheime in den USA stieg im November so stark wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Sie nahm um 4,4 Prozent auf eine Jahresrate von 377.000 zu, teilte das Handelsministerium mit. Auch die Preise gingen deutlich nach oben: Der Preis kletterte im Schnitt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14,9 Prozent auf 246.200 Dollar.

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  • Nicht die genannte "Unsicherheit" lähmt das Wirtschaftsleben in der USA, sondern die immer schwerer wegzuleugnende Erkenntnis wird zur allgemeinen Gewißheit, daß dieser Staat durch die FED "finanziert" wird und insgesamt nicht mehr in der Lage ist, sich selbst aus erträglichen, zumutbaren Steuern und Abgaben auf Erträge aus realer, werthaltiger Arbeit und am freien Markt verkäuflicher Leistungen und Produkte in Gegenwart und Zukunft selbst zu finanzieren: Man weiß, daß man als Nation bankrott ist, muß es aber noch nicht offiziell zugeben.

  • "Unsicherheit lähmt USA!
    Quark!
    Falls mti "USA" die US-Börsen gemeint sind, wäre die bessere Überschrift:
    "Unsicherheit geht den US-Börsianerern am Ar.....sch vorbei, Dow steigt zum Handlesschluss an".
    Und als Untertitel: "Anleger mögen das Gequarke nicht mehr hören".

  • Uns geht es um unserere Interessen:
    Gut ist, für uns und für die USA, wenn der Verschuldungswahn in den USA zum Ende kommt.

    Die Reps haben schon Clinton zum Sparen gezwungen. Ich hoffe, dass sie auch dem Messias den Hahn zudrehen und später auch selber sparen.

    Keine Panik vor Rezessionen. Rezessionen reinigen. verschuldungsinduziertes Wachstum ist auf Sand gebaut und verdrängt Rezesionen nur in die Zukunft und verschlimmert diese.

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