Folge der Krim-Krise
Russland kappt die Wachstumsprognose

Um die russische Wirtschaft ist es nicht gut bestellt: Gewerbe und Industrie schwächeln bereits länger und die Krim-Krise verschlechtert die Aussichten. Als Folge kappte das Ministerium jetzt die Wachstumsprognose.
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MoskauDie Krim-Krise wird der ohnehin schwächelnden russischen Wirtschaft einen weiteren Schlag versetzen. Das Wirtschaftsministerium in Moskau kappte am Dienstag die Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 1,1 Prozent von bislang 2,5 Prozent. Dies gelte aber nur unter der Annahme, dass der Staat Maßnahmen zur Stützung ergreife, sagte der Vize-Ressortleiter Andrej Klepatsch.

Sollte die Regierung sich weiter an die Haushaltsregeln halten, könne die Quote auf 0,5 Prozent sinken. Die Prognose berücksichtige nicht eine etwaige Verschärfung westlicher Sanktionen. Der Rückgang des Wachstums gehe auf geringere Energie-Exporte in die EU und die Ukraine sowie eine höhere Kapitelflucht zurück.

Ob Klepatschs Aufruf zu Konjunkturhilfe gefolgt wird, war unklar. Die Höhe der russischen Staatsausgaben ist eigentlich an den längerfristigen Öl-Preis gekoppelt. Das Finanzministerium verteidigt dies vehement, um die russische Wirtschaft vor den möglichen Folgen eines fallenden Öl-Preises zu schützen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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