Folgen der US-Hypothekenkrise
Japanische Notenbank zieht Milliarden vom Geldmarkt ab

Die japanische Notenbank hat dem Geldmarkt erneut Liquidität entzogen. Die Notenbank nehme insgesamt zwei Billionen Yen (12,6 Milliarden Euro) aus dem Geldmarkt, teilte die Bank of Japan am Mittwoch in Tokio mit.

HB TOKIO. Zunächst hatte die Notenbank den Entzug von 1,5 Billionen Yen angekündigt, wenige Stunden später wurden weitere 500 Milliarden Yen aus dem Markt genommen. Wegen der Turbulenzen auf den Finanzmärkten infolge der US-Hypothekenkrise hatten die Währungshüter weltweit die Banken mit zusätzlichem Geld versorgt.

Experten hatten angesichts der etwas ruhigeren Lage an den Finanzmärkten mit einem erneuten Schritt der japanischen Notenbank gerechnet. Bereits am Dienstag hatte die Bank of Japan dem Geldmarkt mit 1,6 Billionen Yen diejenige Summe entzogen, die sie ihm seit vergangenem Freitag nach dem Übergreifen der US-Hypothekenkrise zugeführt hatte.

Asiatische Zentralbanken stützen offenbar erneut Währungen

Die Zentralbanken in Malaysia, Indonesien und auf den Philippinen haben am Mittwoch Händlern zufolge erneut eingegriffen, um den Verfall der jeweiligen Landeswährungen im Zuge der weltweiten Kreditkrise aufzufangen.

Der malaysische Ringgit fiel auf ein Fünf-Monats-Tief von 3,4920 pro Dollar und erlag damit dem allgemeinen Verkaufstrend. Ein Händler in Kuala Lumpur sagte, die Zentralbank habe offenbar über staatliche Geldinstitute Dollar zur Verfügung gestellt. Der philippinische Peso fiel um 0,8 Prozent auf ein Monats-Tief von 46,25 pro Dollar. Auch hier sei der Währungsverfall durch die Zentralbanker abgefedert worden, hieß es am Markt. Ähnliches berichteten Händler aus Jakarta mit Blick auf die Kursbewegungen der Rupiah.

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