Forschungsinstitute erwarten keine Zinserhöhungen für die Euro-Zone
Wirtschaftsweise: Öl wird teuer bleiben

Die Weltwirtschaft wird nach Einschätzung der sechs führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute weiter mit einem hohen Ölpreis zu kämpfen haben.

HB BERLIN. Dagegen halten die Zentralbanken der großen Wirtschaftsräume ihrer Ansicht nach die Leitzinsen niedrig und damit die Finanzierungsbedingungen in den kommenden beiden Jahren günstig.

„Der Ölpreis wird im Frühjahr trotz der zu erwartenden saisonbedingt schwächeren Nachfrage kaum zurückgehen“, hieß es im Frühjahrsgutachten der Institute, das am Dienstag in Berlin veröffentlicht wurde. „Auch danach wird er ungeachtet der sich verlangsamenden Weltkonjunktur nur wenig nachgeben, zumal die politischen Risiken in vielen Förderländern fortbestehen.“ Ihren Prognosen legen die Institute für dieses Jahr im Schnitt einen Ölpreis von 31 Dollar je Barrel zu Grunde, für 2005 von 30 Dollar je Barrel (= 159 Liter).

Derzeit kostet ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Juni 33,75 Dollar. Der hohe Ölpreis hat zuletzt Sorgen um die Konjunkturentwicklung geschürt und in der Euro-Zone vor allem auch in Deutschland die Aufwertung des Euro als das Hauptrisiko für die wirtschaftliche Erholung abgelöst. Der Euro hat sich seit seinem Rekordhoch von knapp 1,30 Dollar wieder unter 1,20 Dollar abgeschwächt. Die Institute gehen für die Prognosen von einem Kurs von durchschnittlich 1,25 Dollar aus, erwarten aber keinen weiteren Aufwertungsschub.

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