Französischer Notenbankchef
Keine Notwendigkeit für Zinserhöhung

Der französische Notenbankchef Christian Noyer sieht derzeit keine Notwendigkeit für eine Erhöhung des Leitzinses der Europäische Zentralbank (EZB), der sich immer noch auf Rekordtief befindet. Die Stärke des Euros ist für Noyer auch nicht das eigentliche Problem.
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HB PARIS. "Für diesen Moment gibt es nichts, was dies rechtfertigen würde", sagte das EZB-Ratsmitglied der Zeitung "Les Echos" am Mittwoch. Die Prognosen für die Inflation in der Eurozone beliefen sich für kommendes Jahr auf 1,2 Prozent und lägen damit deutlich unter dem EZB-Ziel von 2,0 Prozent. Derzeit liegt der Leitzins bei historisch niedrigen 1,0 Prozent.

Noyer fügte hinzu, dass es zu früh sei, um etwas an der Politik des billigen Geldes zu ändern. Die massive Bereitstellung von Liquidität müsse zunächst beibehalten werden.

Bezüglich der derzeitigen Stärke des Euro sagte Noyer, dass dies nicht das Problem sei. "Der Euro ist nicht sonderlich stark im Vergleich zum Yen, dem Schweizer Franken, dem Kanadischen oder Australischen Dollar oder verschiedenen anderen Währungen", sagte Noyer. Das wirkliche Problem auf dem ausländischen Devisenmarkt sei, dass die Währungen von ausstrebenden Handelsmächten durch Beschränkungen bei den Kapitalbewegungen niedrig gehalten würden.

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