Frauen im Beruf
Neue Bücher über den kleinen Unterschied

Die demografische Entwicklung macht es deutlicher denn je: Frauen sind in der Wirtschaft unentbehrlich. Jetzt sind zwei neue Bücher über dieses alte Thema erschienen, das eine aus männlicher, das andere aus weiblicher Sicht – mit teilweise verblüffenden Einsichten.
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DÜSSELDORF. Frauen müssen sich ändern. Sie müssen selbstbewusster werden, forscher. Frauen können es nicht mehr hören. Ich zumindest nicht. Meine Erfahrung ist: Frauen wollen einfach ganz normal behandelt werden. Normal wie jeder andere. Wie jeder Mann. Eine Frau, die sich dafür einsetzt, ist Jutta Allmendinger. Sie ist seit 2007 Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) – als erste Frau.

Allmendinger beschäftigt sich seit langem mit der Ungleichheit der Geschlechter am Arbeitsmarkt. Nun hat sie zum zweiten Mal nach 2007 junge Frauen und Männer im Alter zwischen 17 und 29 Jahren nach ihren Lebensumständen befragt und dies in „Frauen auf dem Sprung. Das Update“ zusammengetragen.

Beruflich ins Unbekannte springen

Darin appelliert Allmendinger an die Frauen, für ihre Vorstellungen einzutreten: „Frauen müssen ihren Mut und ihr Selbstbewusstsein zusammennehmen, sich einen Ruck geben und beruflich ins Unbekannte springen, sich Unsicherheiten bewusst aussetzen und Ängste ertragen.“ Denn es wird deutlich, dass Frauen stärker als früher vollwertig zur Arbeitswelt dazugehören wollen – mit oder ohne Kind. Mehr als 90 Prozent der Befragten sagen, sie wollen „auf eigenen Beinen“ stehen.

Aber: Erwerbstätigkeit ist nicht alles für sie. Partnerschaft, Freunde, Kindern und Eltern sind ihnen genauso wichtig. Den jüngsten Daten zufolge wird es 2060 fast so viele über 80-Jährige geben wie unter 20-Jährige. Auf 100 potenziell Erwerbstätige kommen dann mindestens 56 Rentner. „Die Wirtschaft ist auf die meist hervorragend ausgebildeten Frauen angewiesen, denn bald werden entsprechend geschulte Männer fehlen“, so Allmendinger.

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