Früherer GE-Chef
Welch wirft Obama Fälschung von Arbeitslosenzahlen vor

Die Zahl der Arbeitslosen in den USA ist im September mit 7,8 Prozent auf den tiefsten Stand seit fast vier Jahren gefallen. Wahlkämpfer Barack Obama freut das. Der frühere General-Electrics-Chef sieht das anders.
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WashingtonNach Veröffentlichung überraschend positiver Arbeitslosenzahlen in den USA hat der frühere General-Electrics-Chef Jack Welch Präsident Barack Obama Fälschung vorgeworfen. "Unglaubliche Jobzahlen... diese Chicago-Jungs sind zu allem bereit... können nicht diskutieren, daher ändern sie die Zahlen", schrieb der Ex-Konzernchef am Freitag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Angesichts der Lage der Wirtschaft würden die Zahlen "nicht richtig riechen", sagte Welch später dem Fernsehsender Fox News.

Rechte Politiker und Kommentatoren schlossen sich den Vorwürfen an. So schrieb die Radiomoderatorin Laura Ingraham, die Zahlen seien reine Propaganda für Obama. Das Weiße Haus verwahrte sich gegen die Vorwürfe, die ein Sprecher als "reinen Unsinn" bezeichnete. In den Medien gab es auch Spott für Welch unter Anspielung auf Vorwürfe, er habe während seiner Zeit bei GE die Umsatzzahlen manipuliert. Der frühere Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Austan Goolsbee, schrieb: "Ich liebe dich Jack, aber hier hast du deinen Verstand verloren."

Laut den aktuellen Zahlen ist die Arbeitslosenrate von 8,1 Prozent im August auf 7,8 Prozent gefallen. Für Obama, der versprochen hatte, die Arbeitslosigkeit zum Ende seiner vierjährigen Amtszeit unter die Marke von acht Prozent zu senken, ist dies ein wichtiger Erfolg.

Die Nachricht war umso willkommener für den Präsidenten und sein Wahlkampfteam, als da er sich bei dem ersten Fernsehduell gegen seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney am Mittwochabend eher schwach geschlagen hatte.

Unterdessen wurde bekannt, dass Mitt Romney laut Umfragen in der Wählergunst aufholt. Seit seinem guten Auftritt in der TV-Debatte gegen Barack Obama legte er in zwei wichtigen Swing States leicht zu, ergab eine Studie des Rasmussen-Instituts am Freitag.

Demnach führt Romney in Florida gegenüber Obama mit 49 zu 47 Prozent, in Virginia mit 49 zu 48 Prozent. Allerdings wurden bei der Umfrage lediglich rund 500 wahrscheinliche Wähler telefonisch befragt, die Aussage der Umfrage gilt daher als begrenzt. Auch ein anderes Institut sieht den Herausforderer Romney im Aufwind.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Früherer GE-Chef: Welch wirft Obama Fälschung von Arbeitslosenzahlen vor"

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  • Na sowas, die US-Arbeitsmarktdaten sind manipuliert. Und das fällt Jack Welch jetzt erst auf?

    Da gibt er aber ein wirklich erbärmliches Bild ab. Jeder der sich halbwegs ernsthaft mit dem Thema befaßt, weiß das doch schon seit Clinton und G. W. Bush.

    Oder ist er etwa erbost darüber, dass die kreativen Statistiker, zu einem für die Republikaner unpassenden Moment, möglicherweise noch die eine oder andere Stellschraube zum Feintuning entdeckt haben, die bisher übersehen wurde ......

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