Frühjahrsgutachten: Deutscher Aufschwung kommt 2014

Frühjahrsgutachten
Deutscher Aufschwung kommt 2014

Führende Ökonomen haben die Wachstumsprognose für das laufende Jahr gesenkt – doch die gute Nachricht überwiegt: 2014 erwarten die Experten für Deutschland einen starken Aufschwung, wenn die Euro-Krise nicht eskaliert.
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BerlinDie führenden Forschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr leicht nach unten korrigiert. Zugleich sagen die Ökonomen in ihrem Frühjahrsgutachten aber einen kräftigen Aufschwung im nächsten Jahr voraus. Gingen sie im Herbst noch von einem Plus von 1,0 Prozent für 2013 aus, rechnen sie nun mit einem Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 0,8 Prozent. Das ist aber immer noch doppelt so viel wie die Bundesregierung.

Voraussetzung für die Erholung der Wirtschaft sei die weitere Eindämmung der Schuldenkrise im Euro-Raum. Dem deutschen Arbeitsmarkt kann das bisher nichts anhaben. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte weiter zurückgehen und im Jahresdurchschnitt bei 2,9 Millionen in 2013 und bei 2,7 Millionen im nächsten Jahr liegen.

Die wirtschaftliche Belebung der Euro-Zone lässt aber nach Einschätzung der Institute noch auf sich warten. „Das ungünstige Bild der Konjunktur im Euroraum außerhalb Deutschlands wird bis Mitte des Jahres 2013 voraussichtlich nur wenig freundlicher“, heißt es in dem Gutachten.

Darin ist unterstellt, dass die Eurokrise nicht eskaliert, selbst wenn ein weiteres kleines Land europäische Hilfen in Anspruch nehmen sollte. Die Institute rechnen mit einer Stabilisierung der Lage im Laufe des Jahres, veranschlagen für 2013 insgesamt dennoch ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung von 0,4 Prozent.

Mit Frankreich wird demnach auch die zweitgrößte Volkswirtschaft des Währungsraums in die Rezession abrutschen: Die Institute sagen dem Land ein Minus von 0,1 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt voraus. Auch wenn sie für das kommende Jahr einen Zuwachs von 0,8 Prozent vorhersagen, bleibt Frankreich damit hinter dem prognostizierten Wachstum in der Eurozone von 0,9 Prozent zurück.

„Dies liegt auch daran, dass Frankreich aufgrund der niedrigen Wettbewerbsfähigkeit seiner Unternehmen in vergleichsweise geringem Maße von der Expansion des Welthandels profitiert“, heißt es in dem Gutachten. Obwohl die Regierung bereits einige Reformen angeschoben habe, lasse die wirtschaftliche Entwicklung „kaum eine deutliche Reduzierung der Arbeitslosigkeit und der öffentlichen Verschuldung erwarten“. Die Schuldentragfähigkeit werde von den Anlegern jedoch nicht in Frage gestellt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Frühjahrsgutachten: Deutscher Aufschwung kommt 2014"

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  • Vor den Wahlen lügt sich gut! AfD wählen! Der Neubeginn muss her.

  • Wir lassen uns nicht mehr für BLÖD verkaufen!!

    Von wegen Aufschwung ... für wen denn?

    Erst konkurrieren wir mit Billiglöhnen zu Lasten der Arbeitnehmer die Südländer nieder, um Sie dann mit Steuergeld wieder zu retten.

    Wer verdient an dem perversen Spiel? Das können Sie sich selbst beantworten ... die Bevölkerung in Ihrer Breite auf jeden Fall nicht.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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