Für den Staatshaushalt

Griechenland will niedrigere Kapitalvorgaben

Griechenland will ein Loch im Staatshaushalt stopfen – und zwar offenbar mit Geld aus dem Rettungsschirm. Dafür müssten die Kapitalvorgaben für Banken gelockert werden.Verhandlungen mit den Geldgebern laufen derzeit.
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In Athen will die Regierung, dass die harte Kernkapitalquote auf acht von neun Prozent gesenkt werde. Quelle: dpa

In Athen will die Regierung, dass die harte Kernkapitalquote auf acht von neun Prozent gesenkt werde.

(Foto: dpa)

AthenGriechenland will Finanzkreisen zufolge mit Geld aus dem Banken-Rettungsschirm ein Loch im Staatshaushalt stopfen. Deshalb verhandele man mit den internationalen Geldgebern darüber, die Kapitalvorgaben für griechische Banken zu lockern, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag von einem Banker, der mit der Situation vertraut ist. Es gehe um das Kapital, dass die vier größten Institute zur Seite legen müssten, um faule Kredite auszugleichen. Die Regierung in Athen wolle, dass die harte Kernkapitalquote (Core Tier-1) auf acht von neun Prozent gesenkt werde, sagte der Insider.

Ein Vertreter des Finanzministerium ergänzte, dass übrig bleibende Gelder aus dem Rettungstopf für die Banken dafür genutzt werden sollten, um die Finanzierungslücke des Staates zu minimieren. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt das Haushaltsloch für 2014 und 2015 auf rund elf Milliarden Euro. Neben dem IWF und der EU-Kommission gehört auch noch die Europäische Zentralbank zur Troika, die die Umsetzung der Sparauflagen in Griechenland überprüft, die im Gegenzug für die internationalen Finanzhilfen vereinbart wurden.

  • rtr
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5 Kommentare zu "Für den Staatshaushalt: Griechenland will niedrigere Kapitalvorgaben"

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  • In dem Beitrag kann nichts schlimmeres gestanden haben, als in dem Artikel selbst.

    "Griechenland will ein Loch im Staatshaushalt stopfen – und zwar offenbar mit Geld aus dem Rettungsschirm."

    Wäre ihr Beitrag im Artikel nicht löschenswert? Eigentlich schon, derartiges zu verbreiten.
    Eigentlich nicht, weil es so gedacht ist, wie Sie es geschrieben haben.

    Was ist denn nun richtig? Die Höflichkeit oder die Wahrheit?

  • Newsticker Januar 2027 +++ Newsticker Januar 2027 +++ Newsticker Januar 2027 +++ Newsticker Januar 2027

    Griechenland sieht sich nach den letzten Reformen, bei denen 120 Beamte in den Vorruhestand verabschiedet worden sind, auf einem guten Weg. Begleitet wurde die Frühverrentung der Staatsdiener, die jetzt mit lediglich 85% ihrer vorherigen Bezüge leben müssen von hitzigen Krawallen in der Athener Innenstadt. Finanzminister Schäuble (87, CDU) räumt zwar ein, dass noch nicht alle Vorgaben der Troika erfüllt sind, dass aber die Gewährung weiterer Mittel alternativlos sein...

  • Das Ganze erinnert etwas an die amerikanischen Nord- und Südstaaten mit den jeweils unterschiedlichen Wirtschaftsmodellen. Der amerikanische Bürgerkrieg stülpte dann allen Bundesstaaten das Nordmodell über. Auch den Südbundesstaaten die sich zuvor für militärisch überlegen hielten.

  • Den Griechen schon wieder erheblich unter die Arme zu greifen, obwohl sie in der Vergangenheit alles darauf gesetzt haben, anstehende Reformen zu verschleppen oder zu verhindern, bedeutet für die Bürger der Geberländer einen erneuten Betrug zu finanzieren. So kann das mit den Griechen nicht weitergehen. Sie werden dafür sorgen, dass sich überall in Europa Missgunst, Neid und Europamüdigkeit breit macht - mit ungeahnten Folgen. Denn es werden sich Parteiformate stark machen, die wir eigentlich verhindern wollten. Und dann steht nicht nur der Euro auf der Abschussliste, sondern die gesamte EU, die maßgeblich am Betrug der Südstaaten gegenüber den Nordstaaten beteiligt gewesen ist. Das Thema Griechenland muss jetzt endgültig zu einem guten Ende geführt werden, sonst sind alle Länder Europas nicht mehr in der EU zu halten!

  • Es bleibt Gestochere in eine nicht heilenden Wunde! Griechenland muss raus aus dem Euroraum und neu beginnen, sonst hat es keine Chancen mehr auf eine bessere Zukunft. Wer nicht mehr zu retten ist, den kann man nicht retten. Einheitseuro und EU schnüren den Griechen die Luft ab. Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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