Für Deutschland und USA
IWF revidiert Wachstumsprognosen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognosen für Deutschland und die USA nach oben revidiert. Für die USA rechnet der Fonds im Rahmen der Aktualisierung seiner Schätzungen für dieses Jahr mit einem Zuwachs von 1,3 Prozent, wie er am Donnerstag mitteilte.

rtr WASHINGTON. Das sind 0,8 Prozentpunkte mehr als noch im April erwartet. Im kommenden Jahr sollte die US-Wirtschaft dann mit 0,8 Prozent gerade noch etwa halb so schnell wachsen, doch sind das immer noch 0,2 Prozentpunkte mehr als er im Frühjahr berechnet hatte.

Auch für Deutschland ist der IWF mit einem Wachstum von 2,0 Prozent für 2008 nun um 0,6 Prozentpunkte zuversichtlicher als in seiner Frühjahresprognose. Im kommenden Jahr bleibt er dann bei seiner bisherigen Annahme einen Zuwachses der Wirtschaftsleistung von einem Prozent.

Auch die weltweite Produktionsleistung dürfte nach Einschätzung des IWF mit 4,1 Prozent in diesem Jahr und 3,9 Prozent im nächsten etwas besser ausfallen als noch im April vorausgesagt. Seinerzeit hatte der Fonds Zuwachsraten von 3,7 Prozent und 3,8 Prozent vorausgesagt. Für den Euro-Raum rechnet der Fonds aktuell mit Steigerungen um 1,7 Prozent in diesem und 1,2 Prozent im nächsten Jahr. Für 2008 bedeutet das eine Revision zum Positiven von 0,3 Prozentpunkten, die Zahl für 2009 hielt der IWF stabil.

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hält derweil die Wachstumsprognose der Regierung von 1,7 Prozent in diesem Jahr trotz zunehmend negativer Vorzeichen für weiter angemessen. Die Regierung liege damit "nach wie vor in einem sehr realistischen und risikobewussten Bereich", sagte Glos der Zeitung "Die Welt" vom Donnerstag.

Ob sich die Schätzung letztlich bewahrheite, werde insbesondere von der Entwicklung der Energie- und Nahrungsmittelpreise, deren Niederschlag auf das allgemeine Preisniveau und damit den privaten Verbrauch abhängen. "Je besser es gelingt, die Preisstabilität zu wahren, umso besser auch unsere Wachstumsaussichten", sagte er. Dabei seien alle gefragt: der Staat, die Tarifpartner, die Unternehmer und die Europäische Zentralbank (EZB).

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