Gefahr bei „mindestens 50 Prozent“: Greenspan schürt wieder Rezessions-Ängste

Gefahr bei „mindestens 50 Prozent“
Greenspan schürt wieder Rezessions-Ängste

Der frühere Präsident der US-Notenbank Alan Greenspan schätzt die Gefahr einer Rezession in den USA auf „mindestens 50 Prozent“. Wenig Hoffnung hat er, dass Notenbanker das Schlimmste noch abwenden könnten.

HB HAMBURG. „Ich glaube, dass die Wahrscheinlichkeit einer Rezession mindestens 50 Prozent beträgt, doch bisher gibt es wenig Hinweise dafür, dass wir schon in einer stecken“, zitierte die Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ den legendären Ex-Notenbankchef.

Erst am Dienstag hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognosen für die Weltkonjunktur deutlich nach unten korrigiert, erwartet aber keine Rezession in den USA. Ein vom US-Kongress und dem Weißen Haus vereinbarte Konjunkturpaket werde zur Jahresmitte greifen und der US-Wirtschaft neue Impulse geben, erklärte der IWF.

Greenspan erklärt dagegen, Notenbanker und Haushaltspolitiker könnten eine Rezession wohl kaum noch abwenden. Auf eine entsprechende Frage wurde er mit den Worten zitiert: „Wahrscheinlich nicht. Wirtschaftliche Einflüsse sind heute stärker als fast alles, was die Geld- und Fiskalpolitik ihnen entgegensetzen kann.“ Die Zentralbanken hätten den Einfluss auf die langfristigen Zinsen verloren, sagte der 81-Jährige, der von 1987 bis 2006 die US-Notenbank geführt hatte.

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