Gegensatz zu Einkaufsmanagern
Dienstleister wachsen langsamer

In der deutschen Dienstleistungsbranche hat sich das Wachstum im März überraschend deutlich abgeschwächt.

HB BERLIN. Der Reuters-Service-Index für Deutschland sei auf 53,2 von 54,1 Punkten im Vormonat gesunken, teilte am Montag das britische Forschungsinstitut NTC mit, das den Index für Reuters ermittelt. Auch die Neuaufträge nahmen langsamer zu als im Februar, während gleichzeitig der Zukunftsoptimismus der Firmen deutlich nachließ. Der Einkaufsmanager-Index blieb damit hinter den Erwartungen von Analysten zurück: Im Schnitt hatten sie mit einer Stagnation des Index gerechnet, der jetzt gemeldete Wert liegt sogar noch unter der pessimistischsten Prognose.

Mit einem Wert von über 50 Zählern signalisierte der Index jedoch den achten Monat in Folge ein Wachstum des Service-Sektors, zu dem so verschiedene Branchen wie Hotels, Transport und Banken gehören. Im Gegensatz zu den Dienstleistern hatten die Einkaufsmanager in der Industrie im März ein beschleunigtes Wachstum festgestellt.

Die rund 500 befragten Einkaufsmanager im Service-Sektor berichteten, dass die Aufhellung der Konjunktur die Ausgabenbereitschaft ihrer Kunden insgesamt erhöht habe. NTC schränkte jedoch ein: „Da sich das Wachstum der Neuaufträge wie schon im Vormonat weiter verminderte, fiel der Auftragseingang insgesamt nur mäßig aus.“ Der entsprechende Index sank auf 52,0 von 53,9 Zählern. Wegen des schwachen Anstiegs der Neuaufträge konnten die Firmen im Gegensatz zu den Vormonaten ihren Auftragsbestand etwas abbauen.

Wie schon seit Mitte vergangenen Jahres rechnen mehr Firmen in den nächsten zwölf Monaten mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage als mit einer Verschlechterung. Allerdings nahm die Zahl der Optimisten im März deutlich ab, so dass der Index Geschäftsaussichten auf 56,2 von 62,9 Punkte fiel. Viele Firmen beobachteten Kürzungen von öffentlichen Ausgaben mit wachsender Sorge. „Die jüngsten Terroranschläge in Spanien wurden nur von wenigen Firmen für die nachlassende Zuversicht verantwortlich gemacht“, erklärte NTC.

Die Dienstleister entließen der Umfrage zufolge etwas weniger Mitarbeiter als noch im Februar. Der scharfe Wettbewerb ließ die Verkaufspreise stärker als zuletzt sinken, während die Einkaufspreise kaum noch zulegten.

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