Geldpolitik

Diskussion: Kommentare zu: Asmussen erwartet Zypern-Hilfe bis Ende März

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

Ihre Handelsblatt-Online-Redaktion
Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette.
  • 10.02.2013, 17:26 Uhrklarissimo

    Und wann kommt: "Asmussen erwartet DEUTSCHLANDHILFE bis..."

    • 11.02.2013, 01:33 UhrAsmussens-Lobby-Truemmerspur

      Asmussen sickerte als Vertreter der True Sale International in das BMF ein. Zweck der TSI:
      Ausweitung des Verbriefungsmarktes (dessen ABS-Papiere den Kern der Subprimekrise bilden).

      TSI-Gesellschafterbeirat Asmussen agitierte als BMF-Abteilungsleiter für das Aufweichen von Prüfpflichten.
      So in der "Zeitung für das gesamte Kreditwesen": Das BMF müsse darauf achten, "dass Instituten keine unnötigen Prüf- und Dokumentationspflichten entstehen, wenn sie in gängige ABS-Produkte mit gutem Rating investieren".
      Pech für die IKB, die an diesen Produkten erstickte: Der ABS-Lobbyist war dort Aufsichtsrat, als Vertreter des Bundes.
      Bizarr: Steinbrück setzte den Lobbyisten als Bankenretter ein + machte ihn zum Staatssekretär. Der führte seinen Minister in der HRE-Rettungsnacht vor - mit bekannten Folgen.
      Später übernahm Asmussen die Vertretung Schäubles. Ob Bafin, SoFFin, Wirtschaftsfonds Deutschland oder EZB: Asmussen ist Garant für lobbygerechte Lösungen.
      Aktuell wirbt das Lobbyvehikel für Zyperns Schwarzgeldrettung.

    • 11.02.2013, 01:44 UhrBetrugsinsel-Zypern

      Mit Blick auf den zypr.Antrag auf Gewährung von Finanzhilfen bemerkte CDU-Haushaltspolitiker Willsch im HB-Interview, Zypern habe die Einwohnerzahl und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) einer deutschen Großstadt.

      „Das kann unmöglich den Euro-Raum als Ganzes bedrohen“, sagte Willsch. „Sonst kann man gleich Abreißblöcke mit Kreditantragsformularen drucken lassen.“

      Hintergrund seiner Bemerkungen ist die gezielt verdrängte Tatsache, dass selbst nach den wachsweichen Regeln von EFSFund ESM Hilfen nur zulässig sind, wenn sie der Stabilität der Euro-Zone als Ganzes dienen.

      Was Willsch höflicherweise verschweigt, ist, dass mit Zypern nicht der Patient sondern die Krankheit gerettet würde.
      Zyperns via Ouzobonds ins Wanken geratene Briekastenwirtschaft lebt von Geldwäsche/Steuerschiebung zu Lasten (nicht nur) der EU- Bündnisstaaten.

    • 11.02.2013, 02:00 UhrSchlimmer-als-Geldwaesche

      Der Tatbeitrag Zyperns geht weit hinaus über Geldwäsche - Zypern stellt die Betrugsinfrastruktur, die bestimmte Verbrechen überhaupt erst ermöglicht.

      Erinnert sei an die Razzia im Kloster Vatopedi auf dem Berg Athos Ende 2011. Von den Mönchen bis zum Abt waren die Kirchenmänner beteiligt an einem 100 Millionen-€-Betrug zu Lasten des griechischen Volkes. Tatbeteiligt auch 2 Minister der (damaligen) Regierung Kostas Karamanlis. Eine Schiebung um 260 staatl. Liegenschaften.
      Zypern stellte dabei die verdunkelnde Briefkasteninfrastruktur, die Verbriefungsbetrug und anonyme Begünstigung erst ermöglicht.
      Doch nicht nur Griechenlands Diebeseliten werden von Zypern tat-unterstützt. Auch russische Abgabenbetrüger können auf die Strohmann- und Betrugskultur Zyperns bauen.
      Zypern ist auf dem "Fest Europa" wie ein schlechter Gast, der alle eingeräumten EU-Freiheiten nur dazu nutzt, die übrigen Gäste komfortabel zu bestehlen.

  • 10.02.2013, 17:37 UhrLudwig500

    Asmussen: "Wenn wir heute ein systemrelevantes Land fallen lassen, riskieren wir den Fortschritt, den wir im vergangenen Jahr bei der Bewältigung der Euro-Krise erreicht haben"

    Zypern ist aber nicht systemrelevant. Wenn dennoch Milliarden in dieses Schmarotzerland gepumpt werden sollte die Deutsche Bevölkerung mal über Steuerboykott nachdenken.

    • 10.02.2013, 18:12 Uhrklarissimo

      Das ist in der Tat ein Geschwafel wie unter König-Ludwig-XIV, der in Versailles versunken nicht die aufsteigenden Straßenkämpfe mit bekam: wie bitte soll der deutsche durchschnittliche Steuerzahler boykottieren???

    • 10.02.2013, 19:09 UhrLudwig500

      Das wäre gar nicht so schwer, erfordert allerdings eine breite Bewegung. Wenn sich die Bevölkerung einig ist werden Einkäufe einfach ohne MwSt. beglichen. Die Unternehmer führen dann auch keine MwSt. ab.

      Der einzige Haken. Solange 80& der Deutschgen die Blockflöten wählen sieht die breite Masse anscheinend keinen Handlungsbedarf.

  • 10.02.2013, 17:42 UhrJUENGSTESGERICHT

    Irgendwann wird dieses "Perpetuum mobile" oder sollte man besser Ponzi Schema der Euro-Retter dazu sagen in sich zusammen fallen. Was einem als Demokrat dann noch bleibt, ist nichts weiter als die Hoffnung die dafür Verantwortlichen dann endlich richten zu können.

    • 10.02.2013, 17:55 UhrEILMELDUNG

      +++EIMELDUNG+++ Brüssel: Es war das bestimmende Thema auf dem letzten Krisengipfel der EU-Finanzminister. Lange hatte man nach Lösungen zur Behebung der Euro-Krise gesucht, jetzt allerdings ist man fündig geworden. Demnach soll Europa nach dem Vorbild und den Theorien von Charles Ponzi – [siehe Wikipedia] gerettet werden. Sicher war den Finanzministern bekannt, dass der Erfinder des sogenannten „Ponzi-System“ ein eher unrühmliches Ende fand – dies ändert jedoch nichts an der Genialität dieses Mannes und an seinen Verdiensten bezüglich exponentiell wachsender Geldberge, um die es jetzt einzig und allein in der Krise geht.

      Die Rückbesinnung auf die von ihm vermittelten Werte und Erkenntnisse rechtfertige, nein erfordere sogar eine Ehrung dieses genialen Mannes. Wir wissen, dass auch die USA nach diesem System arbeiten (dass bürgt für Qualität / Sicherheit und Gewissheit), so dürfe man stolz auf Ponzi sein. Seine Wurzeln reichten schließlich zurück nach Italien und damit habe man auch die Berechtigung sein System als „europäisch“ bezeichnen zu dürfen, ihn als großen Europäer für seine tiefgreifenden Einsichten in Geldangelegenheiten zu feiern und weiterhin auf seinem „Leerwerk“ aufzubauen. Der letzte Vertreter der sich illegal dieser Methode bedienen wollte – „Bernard Madoff“ – sitzt aktuell dafür 400 Jahre hinter Gittern. Ähnlich wie die Gelddruckerei selbst, sind derartige Folgen für unsere Finanzminister ausgeschlossen, weil sie dieses System in öffentlichem Interesse einsetzen und damit auch von den Begünstigten legalisiert anwenden dürfen. Darüber hinaus genießen die Politiker natürlich Immunität, weil sie sich bei der Umsetzung dieser Methode nicht selbst bereichern, sondern nur die Banken, die zum Wohle des Volkes erhalten werden müssen. Ein Umstand der seit geraumer Zeit als „alternativlos“ gesellschaftlich anerkannt ist.

    • 10.02.2013, 17:57 UhrEILMELDUNG

      Die posthume Ehrung des 1949 in Südamerika einem Hirnschlag erlegenem Ponzi könnte zusammen mit der Verabschiedung des nächst größeren Rettungsschirms für die GIPSI (ehemals PIIGS) erfolgen, hieß es bei der dafür eigenes eingerichteten Sonderkommission der EU. Darüber hinaus wurden Überlegungen angestrengt einen internationalen „Charles Ponzi Preis“, ein „Charles Ponzi Kuratorium“, wie auch eine „Charles Ponzi Wirtschaftsakademie“ ins Leben zu rufen. Auch wir wollen es von hier aus nicht verabsäumen Charles Ponzi posthum zu seinem neuen Ruhm zu gratulieren, ein wahrer und aufrechter Europäer, dem man an sich die Rettung Europas gar nicht zugetraut hätte.

  • Die aktuellen Top-Themen
Umstrittener Vertrag: Privatsender werfen SPD Zweiklassengesellschaft vor

Privatsender werfen SPD Zweiklassengesellschaft vor

Die große Sause zum Parteijubiläum der SPD im Gewandhaus durfte das ZDF alleine übertragen, die privaten Rundfunksender fühlen sich ausgegrenzt. Die Gesamtrechnung blieb beim ZDF hängen - und damit beim Gebührenzahler.

Handelskrieg mit China:  „Wie du mir, so ich dir“

„Wie du mir, so ich dir“

Im Vorfeld des deutsch-chinesischen Gipfels kritisiert Pekings Top-Ökonom Xu Hongcai Brüssels Handelspolitik und kündigt Vergeltung an. Berlin müsse einen Handelskrieg verhindern.

Studie vor der Wahl: Grüne wollen Pädophilie-Vorwürfe untersuchen lassen

Grüne wollen Pädophilie-Vorwürfe untersuchen lassen

Wie stark waren pädophile Umtriebe rund um die Grünen? Die Attacken aus der Union werden vor der Bundestagswahl immer schärfer. Darum haben die Grünen nun eine Studie in Auftrag gegeben, um für Aufklärung zu sorgen.

Handelsblog Bernanke, der Fuchs

Wenn Ben Bernanke, der Chef der US-Notenbank, hinauffährt zum Capitol Hill und mit Abgeordneten und Senatoren diskutiert, werden immer wieder dieselben Argumente ausgetauscht. Und dabei zeigt sich meist, dass der Notenbank-Chef seinen... Von Frank Wiebe. Mehr…

  • Konjunkturtermine
Konjunkturtermine: Wochenvorschau

Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse und Indikatoren in Europa und International