Ex-Euro-Gruppenchef
Juncker warnt vor Schuldenproblemen Zyperns

Der jüngst zurückgetretene Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker drängt zu einer baldige Lösung bei den Schuldenproblemen Zyperns. Von der kleinen Volkswirtschaft geht seiner Meinung nach auch eine Ansteckungsgefahr aus.
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WienDer gerade abgetretene Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker warnt vor einer zögerlichen Lösung der Schuldenprobleme Zyperns. "Man sollte das Problem Zypern nicht unterschätzen", sagte er der "Kleinen Zeitung" (Mittwochausgabe). "Das wird für beide eine enorme Herausforderung, für Zypern wie für die Euro-Zone. Die Zeit drängt. Wenn wir den Problemfall Zypern nicht entschlossen lösen, geht selbst von dieser sehr kleinen Volkswirtschaft eine Ansteckungsgefahr aus", sagte Juncker der österreichischen Tageszeitung.

Trotzdem wird sich Europa nach Worten Junckers nicht bedingungslos an die Seite Zyperns stellen. "Ich glaube nicht, dass Griechenland eine Rettung um jeden Preis war, und wir werden auch im Fall Zypern keine Rettung um jeden Preis zulassen. Aber wir müssen handeln", sagte Juncker.

Die Regierung in Nikosia hatte im Sommer 2012 um finanzielle Hilfe gebeten. Mit dem Geld will der Mittelmeerstaat vor allem marode Banken stabilisieren. In einigen Euro-Staaten - vor allem in Deutschland - gibt es Vorbehalte gegen ein Rettungspaket, da Zypern die Banken mit Niedrigsteuersätzen ins Land gelockt hat und im Verdacht steht, halbherzig gegen Geldwäscheaktivitäten vor allem russischer Kontobesitzer vorzugehen.

Kommentare zu "Juncker warnt vor Schuldenproblemen Zyperns"

Alle Kommentare
  • Wenn ich den Terminus "Ansteckungsgefahr" im Zusammenhang mit dem Euro, diesem größenwahnsinnigen "politischen Projekt" lese, dann könnte ich nur noch kotzen! Widerlich!


  • Griechenland/Zypern gelten bei Goldmänern als hochgefährliche Schuldengranaten. Eine Lösung ist mit derzeitigen Verzögerungsansätzen nicht möglich. Wir gewinnen nur Zeit bis zum grossen "high noon glorreicher Eurocowboys"..

    Die Seifenkiste rumpelt sauber den Berg runter.. Fritz freut sich riesig...

  • GLEICHES RECHT FÜR ALLE EU-STAATEN!
    Es ist eine Frage der Zeit, bis weitere Pleitestaaten folgen. Warum auch ernsthaft sparen? Lippenbekenntnisse reichen doch völlig aus!

  • So erpresst dr kleinste Betrügerstaat die Steuerzahler dr solide wirtschaftendn Staaten. Unmöglich, diese Euro-Konstruktion, und das war vorhersehbar. Und die Kritiker sind von den Befürwortern des Euro noch beschimft woren . Man sollte alle, die für die Euro-Einführung verantwortlich waren, finanziell zur Rechenschaft ziehen. Pensionen auf das Minimum kürzen und diese Typen an den "Pranger" stellen. Unglaublich, was diese Leute wie Mitterand, Schmidt, Kohl, Waigel, Juncker usw hier in Europa auf dem Gewissen haben. Verelendung der einen wie Griechen (nachdem sie vorher weit über ihre Verhältnisse lebten, dank idiotische Euro-Konstruktion) und nun Ausplünderung der anderen, wie der deutschen Bevölkerung, die sparsam dahin lebte im Euro und zudem viel arbeitete.

  • Per Zypernpleite wird die Russenmafia für die Eurozone systemrelevant. Na, da haben sich ja die richtigen gefunden.

  • so, eine halbe Insel ist also "systemrelevant"?

    Was wollen die "Euroretter" denn machen, wenn es bei Frankreich ernst wird? Wo sollen dann die "systemrelevanten" Rettungsmilliarden noch herkommen?

  • Sobald ein Bankster, ein Mafiosi, ein "Finanzhaiestaat" etc. nur in der Gefahr schwebt auch nur einen Euro zu verlieren, so ist dass schon systemrelavant. Tolles Europa - Mafiabosse, "Finanzhaiestaaten", Steuerhinterzieher und Großkapitalisten werden mit Steuergeld zugeschüttet und können weiter auf ihren Luxusjachten Parties feiern. Viele Normalbürger in Europa verarmen immer mehr. An der Börse wird ein Fest nach dem anderen gefiert. Die Aktienmärkte explodieren und nun müsste auch der letzte Hinterbänkler sehen, wohin die Billionen an Hilfsgeldern geflossen sind. An Banker, Superreiche und die Vermögenden. Die haben jetzt noch mehr Geld zum Zocken. Von den vielen Billionen Euro an Rettungsgeldern kam bei der Bevölkerung hingegegn nichts an.

    Dass die europäische Bevölkerung so dumm ist und sich das bieten lässt - unglaublich. Und der dummer deutsche Michel wählt weiterhin CDU, SPD, FDP und Grüne. Aber nach der Bundestagswahl geht es dem dummen deutschen Michel endlich an den Kragen. Bluten soll er für seine Dummheit !!

  • Die EZB und die EU erzeugt mit dieser Art von Rettung ein gewaltiges Kettenrisiko. Zuerst rettet die EZB die Banken. Sobald die EZB dann mit Mrd im Risiko steht und das Geld nicht mehr zurückbekommt, wird ein Bailout Paket von den anderen Euroländern erpresst. Irgendwie Kontrollen, ob sich da Beteiligte die Mrd veruntreuen, findet nicht statt. Reformen werden auch nicht vorangetrieben. Die Geschwindigkeit der Verschuldung wurde auch nirgendwo gestoppt.
    Wenn GR z.B. groß Umschuldet, dann Schuldet als nächstes Zypern um, das dürfte Spanien in den Abgrund reißen, dass dann wiederum Italien und dann Frankreich in den Abgrund reißt. Wehe die Märkte erkenne das Risiko wieder, dann kann es mit den Euro schnell vorbei sein.

  • Von Draghis Druckerpresse natürlich. Der mächtigste Mann der Euro-Zone ist am richtigen Platz, denn Geld regiert die Welt. Ich plädiere dafür, jedem EU-Bürger eine kleine Druckerpresse in den Keller stellen zu dürfen. Antrag an EZB läuft.

  • "Juncker warnt vor Schuldenproblemen Zyperns"

    Das hätte er als Chef der Eurogruppe schon viel früher tun sollen. Oder wusste er nicht, was seit der EU-Mitgliedschaft auf der Insel vor sich ging? Wofür wurde er eigentlich bezahlt? Die einzige Erklärung: daß er selber Dreck am Stecken hat.

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