Ex-Euro-Gruppenchef: Juncker warnt vor Schuldenproblemen Zyperns

Ex-Euro-Gruppenchef
Juncker warnt vor Schuldenproblemen Zyperns

Der jüngst zurückgetretene Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker drängt zu einer baldige Lösung bei den Schuldenproblemen Zyperns. Von der kleinen Volkswirtschaft geht seiner Meinung nach auch eine Ansteckungsgefahr aus.
  • 29

WienDer gerade abgetretene Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker warnt vor einer zögerlichen Lösung der Schuldenprobleme Zyperns. "Man sollte das Problem Zypern nicht unterschätzen", sagte er der "Kleinen Zeitung" (Mittwochausgabe). "Das wird für beide eine enorme Herausforderung, für Zypern wie für die Euro-Zone. Die Zeit drängt. Wenn wir den Problemfall Zypern nicht entschlossen lösen, geht selbst von dieser sehr kleinen Volkswirtschaft eine Ansteckungsgefahr aus", sagte Juncker der österreichischen Tageszeitung.

Trotzdem wird sich Europa nach Worten Junckers nicht bedingungslos an die Seite Zyperns stellen. "Ich glaube nicht, dass Griechenland eine Rettung um jeden Preis war, und wir werden auch im Fall Zypern keine Rettung um jeden Preis zulassen. Aber wir müssen handeln", sagte Juncker.

Die Regierung in Nikosia hatte im Sommer 2012 um finanzielle Hilfe gebeten. Mit dem Geld will der Mittelmeerstaat vor allem marode Banken stabilisieren. In einigen Euro-Staaten - vor allem in Deutschland - gibt es Vorbehalte gegen ein Rettungspaket, da Zypern die Banken mit Niedrigsteuersätzen ins Land gelockt hat und im Verdacht steht, halbherzig gegen Geldwäscheaktivitäten vor allem russischer Kontobesitzer vorzugehen.

Kommentare zu "Juncker warnt vor Schuldenproblemen Zyperns"

Alle Kommentare
  • Dann sollten Sie auch gleich sagen mit was und von wem
    Zypern noch gerettet werden soll, denn die EZB dürfte
    sich mit Zypern bereits über das ELA-System verausgabt
    haben und ebenfalls in Schwierigkeiten stecken, lieber
    Herr Juncker!
    Zypern braucht niemand mehr anstecken, denn der Club Med
    wurde schon vorher mit der Eurosion infiziert und braucht
    nur noch beerdigt werden, was allen Mitgliedern dieser
    EUdSSR noch teuer zu stehen kommt!

  • und dem rest der brüssler verbrecherbande

  • Betr.: "Junker warnt.."
    Ich warne vor Junker, Barroso, Merkel, Schäuble, Asmussen.

  • Zypern ist derzeit nur das letzte Glied in einer Kette von Ereignissen. Wie wird es weitergehen?

    http://www.youtube.com/watch?v=w-ebnGNk8kE&NR=1&feature=fvwp

  • Warum in der EU soviel schief läuft.
    Speech of N. Farange.
    http://www.youtube.com/watch?v=GKFKd0OaKWs

  • Da Luxemburg exakt das selbe Geschäftsmodell wie Zypern hat und es somit nur eine Frage der Zeit ist, wann Luxemburg zusammenbricht, ruft der Bürgermeister von Lux schon mal vorsorglich nach "Solidarität".
    Es wäre ja auch zu dumm, wenn dieser Mensch, der sich so enorme "Verdienste" in der EUdSSR erworben hat, dem Untergang seines Ländchens zusehen müsste.
    Selbst Barroso bekommt Anrufe von seinem Kumpel Latsis, dass er gefälligst seine alten Sowjet-Kumpel jetzt nicht hängen lassen kann, die das sauer gestohlene Geld verlieren könnten und macht Druck.
    Und wozu haben sie schließlich den deutschen Sparer und Rentner, wenn nicht zum Ausplündern?
    Kost' ja nix.

  • Denkverbot in D und der EU. Man muss kritischere Stimmen suchen.

    Wirtschaftsprofessor Michael Hudson, University Missouri
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=PCAtKq7Mrh0

    Die Freien Wähler als Querdenker
    http://www.youtube.com/watch?v=d3T_XL5Oa14

  • Man hätte im Steuerparadies Zypern Gelegenheit, ein Exempel zu statuieren.

    Der Kollaps war vorherzusehen und nur eine Frage der Zeit. Trotz dieses Wissens hat sich dort seit der Lehmankrise am Schneeballsystem nichts verändert. In der EU gelten nirgends dermaßen niedrige Steuersätze (10%). Wieso sollten andere Länder mit bedeutend höheren Steuersätzen dort Fluchtgelder retten und das eigene System gefährden?

    Wen würde ein Bankenzusammenbruch auf der Insel treffen?

    All jene, die nicht wussten, wohin mit ihrem Geld und Steuerschlupflöcher suchten:
    Briefkastenfirmen, Geldwäscher, russische Oligarchen, Mafia, dubiose griechische Banken.

    Den 1,2 Mio Einwohnern müsste nach einem Zusammenbruch Starthilfe zugebilligt werden. Doch das käme erheblich billiger, als eine Rettung.

  • Was sollte Juncker denn machen?
    Luxemburg hat exakt das selbe Geschäftsmodell und die selbe Klientel wie Zypern.
    Sollte die Russenmafia in Zypern ihr sauer erklautes Geld verlieren, könnte das auch auf Lux durchschlagen.
    Da ist es doch wohl eine Selbstverständlichkeit, dass der deutsche Rentner und Sparer die Zeche zahlt; einfach ein Akt gelebter Solidarität mit den Ärmsten.

  • Liebes Handelsblatt, Ich hätte ein Abschiedsgeschenk für Herrn Junker: in einer Schachtel
    schön verpackt: alle Kommentare zu den Themen Euro und Europa. Damit Herrn Junker
    mal deutlich wird, was er und viele andere in ihrem Eurowahn angerichtet haben. Er hält
    sich womöglich immer noch für einen großartigen Politiker und großen Europäer, so will er in die Geschichte eingehen, obwohl er auf ganzer Linie versagt hat. Wenn es auch leider nicht
    möglich sein wird, ihn zur Rechenschaft zu ziehen - eine Krähe hackt der anderen kein
    Auge aus- so soll er doch wissen dürfen, daß ganz viele sein perfides Spiel durchschaut
    haben.















Serviceangebote