Geldpolitik

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Geldpolitik: US-Zentralbank kann sich mit weiterer Lockerung anfreunden

Das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung spricht eine deutliche Sprache. Eine Reihe von Mitgliedern halten eine weitere Lockerung der Geldpolitik „ziemlich bald“ für nötig, sollte die Konjunktur weiter lahmen.

US-Zentralbankchef Ben Bernanke. Quelle: dapd
US-Zentralbankchef Ben Bernanke. Quelle: dapd

WashingtonDie US-Notenbank Federal Reserve wird der lahmen US-Wirtschaft voraussichtlich schon "ziemlich bald" mit einer weiteren Geldspritze auf die Sprünge helfen. Wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll der vergangenen Sitzung des für die Geldpolitik verantwortlichen Ausschusses hervorging, halten die meisten Notenbanker einen solchen Schritt für nötig, falls sich die Wirtschaftslage nicht abrupt verbessert.

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Die Währungspolitiker sprachen von einer ganzen Reihe von Gefahren, der die ohnehin lahme Wirtschaft ausgesetzt ist - etwa die europäische Schuldenkrise. Viele Ausschussmitglieder plädieren deshalb dafür aus, den Finanzmärkten die Fortsetzung der Nullzinspolitik über den bisher genannten Zeitpunkt Ende 2014 hinaus zuzusagen.

"Viele Mitglieder waren der Ansicht, dass eine zusätzliche monetäre Lockerung wahrscheinlich ziemlich bald angebracht sein wird, falls nicht neue Informationen auf eine substanzielle und nachhaltige Beschleunigung der wirtschaftlichen Erholung hinweisen", heißt es in dem Protokoll von der Sitzung vom 31. Juli bis zum 1. August.

Volkswirte fühlten sich durch das Protokoll in ihrer Ansicht bestärkt, dass die Fed schon bald ein neues Programm zum Kauf von Anleihen startet und so weitere Milliarden in den Wirtschaftskreislauf pumpen wird. "Ein solches Programm könnte unmittelbar bevorstehen", sagte etwa Joe Manimbo von Western Union Business Solutions.

US-Konjunktur

Mehrere Experten zeigten sich jedoch etwas verunsichert, weil seit der Fed-Sitzung eine Reihe unerwartet guter Konjunkturdaten veröffentlicht wurden. So fielen etwa Daten zu den Einzelhandelsumsätzen, zur Industrieproduktion oder vom Arbeitsmarkt besser aus als erwartet. Auch Zahlen vom krisengeschüttelten Immobilienmarkt, dem Ausgangspunkt der schweren Finanzkrise 2008, zeichneten zuletzt ein etwas freundlicheres Bild. Die Ökonomen waren jedoch mehrheitlich der Ansicht, dass die Daten die Notenbank nicht von einer weiteren Lockerung der Geldpolitik abhalten werden.

Im Sitzungprotokoll hieß es, dass sich die ökonomische Aktivität in den vergangenen Monaten abgeschwächt habe. Die Stellenzuwächse am Arbeitsmarkt seien nach wie vor nur moderat, und die Arbeitslosenquote immer noch zu hoch. In den kommenden Quartalen dürfte das Wachstum moderat bleiben und sich danach nur geringfügig beschleunigen, erwarten die Notenbanker.

An den Finanzmärkten sorgte das Sitzungsprotokoll für deutliche Bewegung: Während der Dollar belastet wurde, stieg der Euro erstmals seit Anfang Juli über die Marke von 1,25 Dollar. Amerikanische Staatsanleihen erhielten Zulauf. Auch die Reaktion am US-Aktienmarkt fiel positiv aus. Dort wurden die Verluste spürbar eingedämmt.

Der Offenmarktausschuss der Fed entscheidet das nächste Mal Mitte September über den Leitzins für die USA. Notenbank-Chef Ben Bernanke hatte kürzlich erklärt, er halte den ultraniedrigen Leitzins in den USA von 0 bis 0,25 Prozent bis auf weiteres für unabdingbar.

US-Notenbank Fed verzichtet auf neue Konjunkturmaßnahmen

Ben Bernanke greift vorerst nicht zu einer weiteren Konjunkturspritze.

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Außerdem soll das "Operation Twist" genannte Programm zum Umtausch von kurzfristigen Staatsanleihen in Papiere mit längerer Laufzeit bis Jahresende fortgeführt werden. Dadurch sollen die Zinssätze weiter gedrückt und Kredite für Unternehmen und Haushalte billiger gemacht werden.

Das Bernanke-Barometer „Der Leitzins wird extrem niedrig bleiben“

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  • 23.08.2012, 08:55 UhrRene

    Die Amerikaner lernen aus ihren Fehlern nicht.

    Früher oder später wird auch deren Geldsystem implodieren, wenn China noch stärker wird und deren Anleihen gefragter werden, wenn sich Europa stabilisiert und wenn in den USA noch mehr Produktion wegbricht.

  • 23.08.2012, 07:11 Uhrrokober

    Fazit: die EZB wird nachziehen und Euro Spielgeld drucken!
    Also lieber weiterhin Gold kaufen in physischer Form (kein Papiergold!),und abwarten. Jede neue Gelddruckaktion wird den Goldpreis weiter steigen lassen.

  • 23.08.2012, 06:58 UhrG.N.

    Hoffentlich realisieren das die Asiaten.
    Haben sie längst und kaufen in riesigen Mengen Gold.

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