Geldpolitik

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George Soros warnt: "Die größte Gefahr ist ein Währungskrieg"

Star-Investor George Soros ist mit der Sparpolitik der Deutschen nicht bloß unzufrieden: Er hält sie für gefährlich. Für die Geldpolitik der US-Notenbank findet er lobende Worte - Deutschland macht er Vorwürfe.

Großinvestor George Soros bei einer Pressekonferenz in Davos. Quelle: dapd
Großinvestor George Soros bei einer Pressekonferenz in Davos. Quelle: dapd

New YorkDer US-Großinvestor George Soros wirft Deutschland einen einseitigen Sparkurs vor, der zu einem internationalen "Währungskrieg" führen könnte. "Die Deutschen glauben an Einsparungen, und der Rest der Welt glaubt an geldpolitische Lockerungen", sagte Soros am Donnerstag am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos dem Sender CNBC.

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Davos

Dieser Widerstreit könnte seiner Auffassung nach eine gefährliche Auseinandersetzung lostreten. "Ich glaube, die größte Gefahr ist tatsächlich, möglicherweise, ein Währungskrieg", sagte Soros. Die geldpolitischen Lockerungen der US-Notenbank Fed lobte er ausdrücklich als die richtige Politik.

Die Debatte über die Gefahr eines globalen Abwertungswettlaufs zwischen wichtigen Währungen wurde zuletzt dadurch befeuert, dass die neue japanische Regierung eine höchst expansive Finanz- wie auch Geldpolitik verfolgt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte in Davos ihre Sorge darüber ausgedrückt.

  • 25.01.2013, 04:20 UhrWiderstand

    Die Geldflut macht mittelbar Soros, seine Fonds und die Superreichen noch reicher, da sie unter den jetzigen Bedingungen die Preise für Kapitalanlagen nach oben treibt, während gleichzeitig der Mittelstand und die einfachen Werktätigen zurückbleiben, weil ihr Einkommen nicht mitwächst.

    Es ist daher völlig klar, dass Soros noch mehr Gelddrucken durch die Notenbanken will.

    Kann man hier mal aufhören, Leute wie Soros als "Experten" zu verkaufen. Der wirbt ganz klar für seine Interessen, koste es die Staaten, was es wolle. Leute wie der zerstören unsere Gesellschaftsordnung!

  • 25.01.2013, 05:25 UhrOldi

    Der US-Großinvestor George Soros wirft Deutschland einen einseitigen Sparkurs vor, der zu einem internationalen "Währungskrieg" führen könnte. "Die Deutschen glauben an Einsparungen, und der Rest der Welt glaubt an geldpolitische Lockerungen", sagte Soros

    Wenn diese Aussage stimmt, die im Widerspruch mit sich steht, dann muss man tatsächlich zu der Annahme kommen, dass er auf fallenden Euro wettet.

  • 25.01.2013, 07:02 Uhrrokober

    Soros ist ein Schlitzohr, das nur sich selbst kennt. Würde seine eigene Mutter doch verkaufen, wenn's Rendite bringen würde!
    Spekuliert sicherlich schon länger auf den fallenden Euro und könnte damit auch recht haben, denn der Abwertungskrieg wurde gestartet bei Dollar und Yen ... und: die EZB wird sicherlich bald auch mit dem Gelddrucken beginnen.
    Verlierer sind mal wieder die "normalen Menschen".

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