„Die Grenze für EZB-Anleihekäufe ist der Himmel“

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„Die EZB kann die Inflation nicht allein steuern“

Wachsen denn nicht mit der Bilanzsumme die Inflationsrisiken?

Das ist keineswegs automatisch der Fall. Wenn das so wäre, müssten wir ja in den USA, Japan und Großbritannien schon Hyperinflation haben. Auch in Europa sehen wir ja, dass die für die Inflation maßgebliche Geldmenge M3 eher zu langsam als zu schnell wächst, obwohl die EZB dem Bankensektor unbegrenzt Geld zur Verfügung stellt.

Das mag sein, aber der kritische Punkt ist doch dann erreicht, wenn die Finanzmärkte wieder Vertrauen fassen und die Wirtschaft anzieht. Wie kann die EZB dann das viele Geld im Bankensektor einsammeln, bevor es in der Realwirtschaft zu hoher Inflation führt?

Wenn sie ihre bisherige Politik fortsetzt, dann wird die Bilanz automatisch schrumpfen, wenn dieser Punkt erreicht ist. Denn wenn das Vertrauen zurückkehrt, werden die Banken sich immer weniger Geld bei der EZB leihen. Und was die Anleihenkäufe anbelangt, kann die EZB sie einfach stoppen und anfangen, ihre Bestände zu verkaufen.       

Sie rechnen aber dennoch mittelfristig mit höheren Inflationsraten, als wir sie jetzt haben. Wie passt das zusammen?

Inflation ist heute ein globales Phänomen, die EZB kann sie im Grunde gar nicht alleine steuern. Wenn die Geldpolitik weltweit expansiver wird, werden die Rohstoffpreise wieder steigen und wir werden die steigenden Preise in den Schwellenländern nach Europa importieren.

Davon mal abgesehen: In den letzten Wochen sind die Renditen der Anleihen von Euro-Peripherieländern stark gesunken und es zeichnet sich eine Stabilisierung der Konjunktur ab. Warum sollte die EZB jetzt noch zu einer quantitativen Lockerung greifen?

Die jüngste Politik der EZB hat in der Tat geholfen, den Abschwung zu bremsen und die Schuldenkrise etwas zu entspannen. Die Zinssenkungen waren ebenso wichtig wie die nochmals ausgeweiteten Hilfen für den Bankensektor. Aber ich traue dem Frieden nicht so recht. Ich fürchte, auf den Finanzmärkten herrscht eher Krisenmüdigkeit als eine echte Erholung.

Zeitbomben: Fällige Staatsanleihen

Quelle: Information Research

Warum?

Zum einen können die Verhandlungen in Griechenland immer noch schiefgehen. Und zum anderen kann der Fiskalpakt noch so verwässert werden, dass er gar nichts mehr taugt. Er war ohnehin nicht mehr als ein Deckmäntelchen, das der EZB ermöglicht hat, mehr gegen die Krise zu tun.

  • 29.01.2012, 10:25 Uhrwalli1955

    Wenn man das liest von den babylonischen Turmbauern, so moechte man der Bundesbank zurufen:
    Bitte verkauft so schnell als moeglich Eure sog. Fremdwaehrungsreserven - die sind naemlich nichts wert.
    Ihr4 wollt Euch doch nicht der Bilanzfaelschung schuldig machen??? josefine

  • 28.01.2012, 09:35 Uhrwalli1955

    Antwort:

    Wer hier bei diesem Thema mitreden will, der sollte sich zuerst einmal intensiv in die Wirtschaftsgeschichte einarbeiten - das sind die letzten 5000 Jahre!

    Zu klaeren sind die Begriffe:
    Eigentum
    Zins
    Geld

    Das ist der Schluessel zum Verstaendnis.
    Dabei sollte man den eigenen Verstand walten lassen -
    in den Lexika steht manch Unsinn...

    Inflation
    Deflation
    Monetarismus
    Keynes
    Kommunismus
    Nationalsozialismus
    Kapitalismus

    Schrift
    und
    Religion


    Die Inhalte sind zu klaeren -

    dann kann man das, was ist und kommen wird, deutlich erkennen.

    josefine



  • 28.01.2012, 00:46 UhrAnonymer Benutzer: Mike22

    Die Schlußfolgerung erscheint mir nicht ganz schlüssig - die Politik kann deswegen nichts gegen dieses System tun, weil alle, die Geld besitzen, mit drin hängen. Nur so wird erklärbar, dass niemand gegen das Privileg der Privatbanken vorgehen will am Leid des Steuerzahlers "gutes Geld" zu verdienen. Warum stoppen wir nicht einfach die Zwischenhändler "Privatbanken" mit ihren Promiboni aus und lassen öffentlich-rechtliche Institute soviel Geld drucken wie nötig ist, bis eine kontrollierte Inflationsrate allen Beteiligten einen entsprechenden Beitrag abverlangt hat. Gleichzeitig müßte man in Europa Regeln zu Sachwertbesitz definieren, die verhindern, dass riesige Geldvermögen z.B. unter Umgehung von Erbschaftssteuer oder Einkommensteuerforderungen in Sachwerten geparkt werden (siehe griechische Immobilienkäufe in Berlin). Irgendwann muß Schluß damit gemacht werden, die sogenannten Investoren wie Feudalherren zu behandeln. Irgendwann ist die Zeit reif aufzustehen und zu handeln. Und diesbezüglich sehe ich große Chancen den günstigen Zeitpunkt schon bald zu erwischen!

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