Geldpolitik

_

Kursänderung: Chinas Notenbank will die Inflation eindämmen

Lange hat sich die chinesische Notenbank in erster Linie auf die Förderung des Wirtschaftswachstums konzentriert. Nun kommt es zu einer Kursänderung: Die Eindämmung der Inflation hat jetzt oberste Priorität.

Chinas Notenbank legt nun den Hauptfokus auf die Eindämmung der Inflation. Quelle: dpa
Chinas Notenbank legt nun den Hauptfokus auf die Eindämmung der Inflation. Quelle: dpa

PekingIn China ändert die Notenbank ihren Kurs und konzentriert sich nun vornehmlich auf die Eindämmung der Preissteigerung. Nachdem die Zentralbank den Hauptfokus lange auf die Unterstützung des Wirtschaftswachstums richtete, kündigte sie am Mittwoch an, sich vor allem auf die Verringerung der Inflationsrisiken zu konzentrieren." Die Geldpolitik werde trotz der weiter instabilen Konjunkturentwicklung nicht vorpreschen, sondern vorsichtig vorgehen, hieß es im Bericht für das vierte Quartal.

Anzeige
China

Die Betonung der Preisstabilität bestätigt die Einschätzung vieler Investoren, wonach die zweitgrößte Volkswirtschaft auf Erholungskurs ist. Nach einer fast zwei Jahre anhaltenden Abkühlungsphase liegt die Inflation unter drei Prozent. Es wird erwartet, dass sich der Preisdruck verschärft. Weiteren Aufschluss dürften die monatlichen Handels- und Inflationsdaten geben, die am Freitag veröffentlicht werden.

Die Wirtschaft der Volksrepublik war 2012 nur um 7,8 Prozent gewachsen und damit so schwach wie seit 1999 nicht mehr. Für dieses Jahr rechnen Experten mit einem moderaten Anziehen auf 8,1 Prozent. Diese für Europa äußerst üppig anmutenden Wachstumsraten gelten in China als Minimum, um den jährlichen Ansturm des Milliardenvolkes auf den Arbeitsmarkt auffangen zu können.

  • Die aktuellen Top-Themen
Bundesagentur für Arbeit: Zu wenige Altenpflege-Azubi-Stellen

Zu wenige Altenpflege-Azubi-Stellen

Trotz Fachkräftemangel bilden zu wenige Betriebe neue Kräfte aus. Die Bundesagentur für Arbeit kritisiert die mangelnde Bereitschaft auszubilden. Auch könne die Agentur nicht alleine die Aus- und Weiterbildung stemmen.

Zeitungsbericht: DIHK erwartet 150 000 neue Stellen 2015

DIHK erwartet 150 000 neue Stellen 2015

Die Beschäftigungsprognose des DIHK rechnet für das kommende Jahr mit 150 000 neuen Stellen. Allerdings habe sich der Stellenzuwachs verlangsamt. Im Jahr 2014 seien 320 000 Jobs bei schwächerer Konjunktur hinzugekommen.

Internetsteuer in Ungarn: Orbán – angeschlagen, aber nicht geschlagen

Orbán – angeschlagen, aber nicht geschlagen

Es war ein Etappensieg für das liberale Ungarn: Konzerne, Medien und die Massen zwingen Orbán, das geplante Gesetz zur Internetsteuer zurückzuziehen. Doch Ungarns Premier ist noch längst nicht geschlagen. Im Gegenteil.

  • Konjunkturtermine
Konjunkturtermine: Wochenvorschau

Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse und Indikatoren in Europa und International