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Neues Inflationsziel: Japans Zentralbank pumpt Geld in den Markt

Die Bank of Japan hat eine Aufstockung des Programms zum Kauf von Anleihen angekündigt - und das deutlich. Die Zentralbank hat damit bei Marktbeobachtern für eine große Überraschung gesorgt.

Masaaki Shirakawa Governeur der Bank of Japan Governor. Quelle: Reuters
Masaaki Shirakawa Governeur der Bank of Japan Governor. Quelle: Reuters

TokioDie japanische Notenbank pumpt erneut mehr Geld in den Markt und will so die heimische Wirtschaft ankurbeln. Die Zentralbank kündigte eine Aufstockung des Programms zum Kauf von Wertpapieren an. Das Volumen werde von zuletzt 55 Billionen Yen auf 65 Billionen Yen (etwa 633 Mrd Euro) erhöht, teilte die Bank of Japan am Dienstag mit. Der Leitzins bleibe weiter bei null bis 0,1 Prozent. Die Währungshüter in Japan können wegen der seit Jahren herrschenden Nullzinspolitik ihre Geldpolitik praktisch nur über den Rückkauf von Anleihen steuern.

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Zuletzt hatte die Notenbank das Anleihen-Kaufprogramm im vergangenen Oktober von 50 Billionen auf 55 Billionen Yen erhöht.

Zudem gilt laut der Notenbank im Kampf gegen sinkende Preise ein neues Inflationsziel für die weltweit drittgrößte Volkswirtschaft. Ab sofort werde die Zentralbank kurzfristig eine Teuerungsrate von 1,0 Prozent anstreben, hieß es weiter. Das kurzfristige Inflationsziel solle durch die Fortsetzung der extrem lockeren Geldpolitik erreicht werden, kommentierte Experte Torsten Sprengler vom Düsseldorfer Bankhaus HSBC Trinkaus.

Die Zentralbank erklärte die beschlossenen Maßnahmen mit der „hohen Unsicherheit“ mit Blick auf die japanische Exportwirtschaft. Zudem nannten die Währungshüter weitere Abwärtsrisiken für die japanische Wirtschaft, unter anderem die Folgen der Euro-Schuldenkrise und den starken Yen. Am Montag hatte die Regierung in Tokio gemeldet, dass die japanische Wirtschaft im Schlussquartal 2011 geschrumpft sei.

  • 14.02.2012, 18:22 UhrGernotMeyer

    Drei glorreiche Halunken! Bernanke, Draghi und Shirakawa reiten zum letzten Showdown.

  • 14.02.2012, 14:17 UhrAnonymer Benutzer: byrdie

    POPPER, Sie waren offensichtlich noch nie in Japan. Ich reise seit ca. 12 Jahren mehrmals pro Jahr in das Land und bin erstaunt, wie gut es den meisten Menschen dort geht. Nicht zu sprechen vom Überangebot in den Geschäften und der augenfälligen Sauberkeit. Wenn ich dagegen deutsche Städte bereise wird mir bange vor der Verelendung. Ja, der Japanische Staat ist mit mehr als 200% des BIP (intern) verschuldet. Aber die Japaner haben es geschafft, 20 Jahre Deflation zu meistern. Die japanische Wirtschaft ist weiterhin hoch effizient, die Arbeitslosenquote liegt unter dem OECD-Schnitt uns das Land weist – trotz neuerlicher Rückgänge – immer noch einen ordentlichen Leistungsbilanzüberschuss auf.

  • 14.02.2012, 12:51 UhrAnonymer Benutzer: POPPER

    Wenn wir in Europa so weitermachen wie bisher, sind wir in ein paar Jahren dort wo Japan seit 20 Jahren ist.

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