
FrankfurtBei ihrer letzten Sitzung hat das Expertengremium der Europäischen Zentralbank (EZB) über eine Zinssenkung abgestimmt, wie das Handelsblatt (Montagausgabe) berichtet. Demnach stimmten von den 15 Mitgliedern des EZB-Schattenrats elf für eine Zinssenkung, davon sechs für einen großen Schritt von einem halben Prozentpunkt, fünf für einen viertel Punkt.
Die Ökonomen diagnostizieren eine Rezession im Euroraum und befürchten, dass eine zunehmende Kreditverknappung für die private Wirtschaft diese noch verschärfen könnte. „Eine Zinssenkung ist nötig, um den Bremseffekt der öffentlichen Sparanstrengungen in den Krisenländern auszugleichen“, argumentierte Andrew Bosomworth, Senior Fondsmanager bei Pimco in München im Sinne der im Gremium vorherrschenden Meinung.
@ Stubi
Die Sparer, die auf Geldzinsen angewiesen sind, erleben ja schon seit einiger Zeit, daß sie nicht einmal die aktuelle Inflationsrate abdecken können. Und die ist noch relativ harmlos, solange das Geld im Bankensystem gehortet wird.
Das könnte sich allerdings sehr schnell ändern, wenn es zu Nachfrageschüben kommt.
@Ernst
Noch ein Nachtrag. Die Sparer und Altersvorsorger sollten mittlerweile begreifen, dass Zinsen Vergangenheit sind. Der Zinssatz orientiert sich nicht mehr an der Inflation, sondern am hoechst verschuldeten Land. Und da wird es immer Gruende geben, die Zinsen nahe 0 zu halten. Aber unsere Regierung verliert darueber kein Wort und macht da fleissig mit.
13 Kommentare
Alle Kommentare lesen