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Unabhängig: Die Stärken der EZB

Die Europäische Zentralbank steht mit ihrer Politik der großzügigen Geldversorgung in der Kritik, doch gilt sie als wichtigste Stütze im Kampf gegen die Euro-Krise. Dabei stützt sie sich auf drei strukturelle Stärken.

Stärken der EZB: Mandat, Transparenz, Unabhängigkeit. Quelle: AFP
Stärken der EZB: Mandat, Transparenz, Unabhängigkeit. Quelle: AFP

FrankfurtStärke 1: Klares Mandat in der Tradition der Deutschen Bundesbank

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Als die Europäische Zentralbank (EZB) aus der Taufe gehoben wurde, achteten vor allem die Deutschen auf eine klare Fokussierung der Notenbank auf die Inflationsbekämpfung. „Vorrangiges Ziel“ der EZB und der nationalen Notenbanken ist, „Preisstabilität zu gewährleisten“, heißt es im EU-Vertrag. Die EZB kann folglich zur Verwirklichung anderer wirtschaftspolitischer Ziele – wie etwa Wachstum und Beschäftigung – erst beitragen, wenn ihr Inflationsziel erreicht ist. Diese Klarheit vermeidet Zielkonflikte, wie sie etwa beim Mandat der US-Notenbank Federal Reserve entstehen können: Hier sind Preisstabilität und Wachstum gleichberechtigte Ziele. Die verschiedenen Ansätze haben historische Ursachen. Die EZB wurde weitgehend nach dem Vorbild der Bundesbank konzipiert, deren Ansatz aus der Erfahrung der Hyperinflation der 1920er-Jahre entstand. Die hohe Arbeitslosigkeit während der Großen Depression prägte hingegen das duale Mandat der Fed.

Auch die EZB-Definition von Preisstabilität als einer mittelfristigen Inflationsrate von „unter, aber nahe zwei Prozent“ ist sehr präzise. Die Fed formulierte erst vergangenen Monat offiziell ein langfristiges Inflationsziel von zwei Prozent.

Die Erfolgsbilanz der EZB bei der Inflationsbekämpfung der vergangenen 13 Jahre ist durchaus vorzeigbar: Die durchschnittliche Preissteigerungsrate in diesem Zeitraum beläuft sich auf 2,03 Prozent.

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