Geldpolitik

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US-Anleihekäufe: Fed-Experten befürchten Inflation

Bis zu einer Verbesserung am Arbeitsmarkt will die US-Notenbank Federal Reserve an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten. Doch innerhalb der Fed mehren sich die Bedenken - etwa über weitere Aufkäufe von Staatsanleihen.

Das Siegel der US-Notenbank Federal Reserve. Quelle: AFP
Das Siegel der US-Notenbank Federal Reserve. Quelle: AFP

WashingtonInnerhalb der US-Notenbank Federal Reserve wächst die Sorge über die extrem lockere Geldpolitik. Bei der Sitzung des Offenmarktausschusses Ende Januar taten mehrere Teilnehmer Bedenken über weitere Aufkäufe von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren durch die Fed kund, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Mitschriften hervorging.

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Die Anleihekäufe könnten zu "Komplikationen" führen, wenn die Notenbank ihre geldpolitische Unterstützung irgendwann zurückfahren werde, hieß es. Außerdem warnten einige Teilnehmer den Angaben zufolge vor einer Inflationsgefahr.

Fed-Mitglied „Wir sollten unsere Anleihekäufe zurückfahren“

Die Geldschwemme muss bereits jetzt gedrosselt werden, meint Charles Plosser.

Die Mehrheit im für die Zinspolitik zuständigen Offenmarktausschuss halte die Anleihekäufe aber weiter für ein "effizientes" Mittel, um der schwachen Konjunktur auf die Sprünge zu helfen, hieß es. Mit der Politik des günstigen Geldes versucht die Fed seit Ende 2008, gegen die Folgen der Wirtschaftskrise anzukämpfen.

Ratings der größten Volkswirtschaften der Welt

  • USA

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  • China

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    Ausblick: Stabil

  • Japan

    S&P Rating: AA-
    Ausblick: Negativ

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    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: A+
    Ausblick: Negativ

  • Deutschland

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    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Frankreich

    S&P Rating: AA
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    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AA+
    Ausblick: Stabil

  • Vereinigtes Königreich

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Negativ

    Moody's Rating: Aa1
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: AA+
    Ausblick: Stabil

  • Brasilien

    S&P Rating: BBB
    Ausblick: Negativ

    Moody's Rating: Baa2
    Ausblick: Positiv

    Fitch Rating: BBB
    Ausblick: Stabil

  • Italien

    S&P Rating: BBB
    Ausblick: Negativ

    Moody's Rating: Baa2
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: BBB+
    Ausblick: Stabil

  • Russland

    S&P Rating: BBB
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Baa1
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: BBB
    Ausblick: Stabil

  • Indien

    S&P Rating: BBB-
    Ausblick: Negativ

    Moody's Rating: Baa3
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: BBB-
    Ausblick: Stabil

  • Kanada

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Australien

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Spanien

    S&P Rating: BBB
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Baa3
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: BBB
    Ausblick: Stabil

  • Schweiz

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

Der Leitzins verharrt auf dem außerordentlich niedrigen Niveau zwischen null und 0,25 Prozent. Mit den Anleihekäufen sollen die Zinssätze zusätzlich gedrückt und Kredite billiger gemacht werden.

Im Dezember hatte die Fed ein neues Programm zum Aufkauf langfristiger Staatsanleihen aufgelegt: Von diesem Januar an kauft die Notenbank jeden Monat für 45 Milliarden Dollar zusätzlich Staatsanleihen auf, hinzu kommen Immobilienpapiere im Umfang von 40 Milliarden Dollar. Damit steigen die monatlichen Anleihekäufe auf insgesamt 85 Milliarden Dollar pro Monat.

US-Geldpolitik Die Fed lädt nach

Ein milliardenschweres Programm soll die Konjunktur in Gang bringen.

Die Notenbank hatte erklärt, die geldpolitischen Instrumente bis zu einer spürbaren Verbesserung der Aussicht am Arbeitsmarkt einzusetzen. Mehrere Teilnehmer der jüngsten Sitzung des Offenmarktausschusses erklärten dagegen, dass die Fed die Anleihekäufe wegen der damit verbundenen Risiken womöglich schon vorher einstellen könnte.

  • 21.02.2013, 06:40 Uhr

    Nach QE3 ist vor QE4, diese Meldungen der FED dienen nur dazu, die Märkte abzukühlen und im Herbst wird entweder QE3 noch weiter ausgeweitet oder schon ein größeres QE4 aufgelegt.

    Sollte die wirklich ihre Baumwolldruckerei zurückfahren, wären die USA innerhalb eines Jahres Pleite. Ohne die Druckerpresse überleben die nicht mehr.

  • 21.02.2013, 06:42 Uhr

    Wann kommt die Dollar Währungsreform?
    Schulden sind doch eh niemals rückzahlbar durh die USA!
    Überbordende Schulden in fast allen Industrieländern, Währungskrieg hinter den Kulissen um Marktanteile.
    Wird also Zeit, bei um die 1550 Dollar für die Feinunze wieder die physischen Goldbestände aufzustocken.

  • 21.02.2013, 07:32 Uhr

    Merke: Nach Q3 kommt Q4 und so weiter. Es funktioniert einfach nicht mehr anders. Das Schuldgeldsystem verlangt letztlich nach immer mehr Kredit. Meiner Meinung nach ist das System in den Endspielmodus eingetreten. Trotz der Beschwichtigungen von Regierungs- und Zentralbankseite ist die Krise nicht beendet. Ja, sie hat noch nicht einmal richtig angefangen. All die Zentralbanker dieser Welt sind letztlich Gefangene des Systems, deren einziger verbleibender Auftrag es ist, dass System möglichst lange am Laufen zu halten. Letztlich wird aber aus jeder Kreditblase irgendwann die Luft abgelassen. Es ist keine Frage des ob, sondern nur mehr des wann. Da die Regierungen unfähig sind, das zu Grunde liegende Problem zu behandeln, bleibt jedem nur die individuelle Vorbereitung, um Teile seines Vermögens in die Zeit nach dem Systemwechsel zu retten. Dies ist schwierig, aber machbar. Nicht machbar ist es, wenn man auf Auskünfte der Notenbanken vertraut.
    http://www.tutr.eu

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