Geldpolitik

_

Verdacht auf Kursmanipulation: Bundesbank geht gegen Weidmann-Gerüchte vor

Über Twitter verbreitete Gerüchte, Jens Weidmann trete zurück, hatten auf den Märkten für Unruhe gesorgt. Die Bundesbank spricht von „kompletten Blödsinn“ – und will gegen Kursmanipulationen vorgehen.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. Quelle: dapd
Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. Quelle: dapd

Die Gerüchte, Bundesbankpräsident Jens Weidmann sei zurückgetreten, haben nun auch die Notenbank auf den Plan gerufen. Das über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreitete Gerücht sei "kompletter Blödsinn", sagte ein Sprecher der Bundesbank. Man können nicht ausschließen, dass ein Unbekannter die Märkte gezielt manipuliert habe.

Anzeige

Der Dax war am Vormittag binnen weniger Minuten um 1,5 Prozent abgesackt, auch der Euro verlor fast einen Prozentpunkt. Allerdings machten die Märkte dafür auch ganz andere Gerüchte verantwortlich, zum Beispiel solche, dass eine Gewinnwarnung der Deutschen Bank bevorstehe.

Börse Frankfurt ZEW-Daten bewahren Dax vor dem Absturz

Ein äußerst nervöser Handel beendet vorerst die Rekordjagd des Dax.

Die Gerüchte waren zunächst von dem anonymen Twitter-Account "@russian_market"ausgegangen, der sich mit einem Putin-Bild schmückt und internationale Finanzberichte weiter verteilt. Die ursprüngliche Twitter-Nachricht scheint inzwischen gelöscht zu sein, in dem Account finden sich inzwischen nur noch Reaktionen:

Ausgangspunkt und Verbreitung der Gerüchte lässt sich inzwischen nicht mehr nachverfolgen, da die Twitterer eigene Nachrichten jederzeit löschen können. Eine Analystin, die laut Spiegel Online an dem Spiel beteiligt gewesen sein soll, weist das auf jeden Fall zurück:

Die Bundesbank selbst äußerte sich über ihren Twitteraccount @Bundesbank bislang nicht.

  • 23.01.2013, 08:58 UhrPandora0611

    ■ Merkel und Schäuble jubilieren.
    ■ Die "Eurokraten" jubilieren
    ■ Barroso wird den Tag seines "Rücktrittes" EU-weit als gesetzlichen Feiertag einführen
    ■ Draghi und Asmussen jubeln
    ■ der ClubMed jubelt; jetzt ist der Weg in die Schuldenunion offen
    ■ Rot-Grün jubelt, jetzt steht Eurobonds nichts mehr im Wege
    ■ Hollande jubelt
    ■ Zypern jubelt; russisches Schwarzgeld ist dann sicher
    ■ die Spekulanden jubeln, ist es doch für sie "ein guter Tag"

    Für die "Geberländer" ist es ein "schwarzer Tag"!

  • 30.01.2013, 12:16 UhrMazi

    Sarkastisch was Sie da schreiben!

    Wie Sie aber richtig schreiben, gäbe es doch einige, denen Herr Weidmann ein Dorn auf dem Weg ist.

    So schlecht die Aktion auch war, so viel Achtung ist Herrn Weidmann gewiss. Es wäre die Frage wie die Börse reagieren würde, wenn die von Ihnen genannten Personen nicht mehr auf der politischen Bühne erscheinen würden?

  • Die aktuellen Top-Themen
Flexi-Rente: Mittelstand warnt vor Welle der Frühverrentung

Mittelstand warnt vor Welle der Frühverrentung

Die Bundesregierung will ein flexibles Renteneintrittsalter ermöglichen. Die Wirtschaft stützt die Pläne, sieht aber auch große Risiken. Wie die Reform gelingen kann, skizziert Mittelstandspräsident Ohoven.

Stärkere Belastung schwacher Eurostaaten: EZB will Deutschland bei Staatsanleihen entgegen kommen

EZB will Deutschland bei Staatsanleihen entgegen kommen

Zuletzt fiel die öffentliche Konfrontation hart aus, EZB-Chef Draghi und Bundesbankchef Weidmann äußerten sich gegensätzlich über die Geldpolitik im Euroraum. Nun versucht die EZB wohl, die Deutschen zu beschwichtigen.

Ukraine auf Nato-Kurs: Poroschenko provoziert Russland mit neuem Gesetz

Poroschenko provoziert Russland mit neuem Gesetz

Gegen Warnungen Russlands treibt die Ukraine mit raschem Tempo ihr Projekt eines Beitritts zur Nato voran. Präsident Poroschenko brachte einen Gesetzentwurf zur Aufhebung der Blockfreiheit der Ex-Sowjetrepublik ein.

  • Konjunkturtermine
Konjunkturtermine: Wochenvorschau

Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse und Indikatoren in Europa und International