Geldpolitik

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Zentralbank SNB: Goldschatz bringt Milliardenverlust

Die Schweizerische Nationalbank macht 2013 einen Verlust von 7,3 Milliarden Euro. Grund ist der drastische Wertverfall der Goldreserven. Auch die Bundesbank leidet – bei ihr macht sich das aber nicht im Gewinn bemerkbar.

DüsseldorfEs sind wenige Zeilen, die von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) am Montag an die Presse verschickt worden sind. Doch diese haben es in sich: Die Zentralbank des Alpenlandes kündigt an, für das Geschäftsjahr 2013 einen Verlust in Höhe von etwa neun Milliarden Franken auszuweisen (7,3 Milliarden Euro). Hauptgrund ist die Neubewertung des Goldbestands, der mit 15 Milliarden Franken weniger bewertet wird. Auch die Bundesbank hat einen großen Goldbestand. Bei ihr macht sich der Preisverfall jedoch nicht im Gewinn bemerkbar.

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Bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ist das anders. Den Verlusten aus der Neubewertung des Goldbestandes stehen dort Gewinne in Höhe von drei Milliarden Franken aus Fremdwährungsbeständen und weiteren drei Milliarden aus dem staatlichen Rettungsfonds für Banken gegenüber. Den sogenannten „StabFund“ hatte die Zentralbank im November schließen können. Die gestützte Großbank UBS hatte im Herbst 2008 Vermögenswerte an die Zentralbank übertragen und diese fünf Jahre später wieder zurückgekauft.

Die Goldreserven der Staaten

  • USA

    Goldschatz: 8.133,5 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 75,7 Prozent

    Stand: Januar 2014

  • Deutschland

    Goldschatz: 3.387,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,8 Prozent

  • Internationaler Währungsfonds (IWF)

    Goldschatz: 2.814 Tonnen

  • Italien

    Goldschatz: 2.451,8 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,1 Prozent

  • Frankreich

    Goldschatz: 2.435,4 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 70,5 Prozent

  • China

    Goldschatz: 1.054,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 1,7 Prozent

  • Schweiz

    Goldschatz: 1.040,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 10,6 Prozent

  • Russland

    Goldschatz: 1.015,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,5 Prozent

  • Japan

    Goldschatz: 765,2 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 3,2 Prozent

  • Niederlande

    Goldschatz: 612,5 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 59,7 Prozent

  • Indien

    Goldschatz: 557,7 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,9 Prozent

  • Türkei

    Goldschatz: 506,3 Tonnen

  • Europäische Zentralbank (EZB)

    Goldschatz: 502,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 32,9 Prozent

Zum Jahresende 2012 hatte die Zentralbank ihren Goldbestand – 1040 Tonnen – mit 50,7 Milliarden Franken (41,2 Milliarden Franken) bewertet, jetzt dürften es demnach noch etwa 35,7 Milliarden Franken sein. Die SNB kündigte an, wegen des dennoch anstehenden Milliardenverlusts keinen Gewinn an die Regierung und die Aktionäre ausschütten zu können.

  • 06.01.2014, 17:20 Uhrhvh100

    @Robinson Wahrscheinlich sind sie nur ein kleiner Selbstdarsteller, der noch nicht einmal die Termingeschäftsfähigkeit besitzt, um an der EUREX zu handeln. Und selbst wenn, besitzen sie wahrscheinlich nicht genug Geld um die Sicherheitsleistung auf dem Margin-Konto zu hinterlegen.

    Aber selbst, wenn sie ein PUT auf Gold zum Basiswert von 1'700 USD pro Unze gekauft haben sollten, sollten sie das nicht ihrem angeblich überlegenen Intellekt zuschreiben, sondern einfach dem Zufall oder Insider Informationen. So wie JP Morgan. Noch nie hat sich ein Investmenthaus bei Gold so sehr auf der Shortseite engagiert. Das Risiko wäre einfach untragbar. Es sei denn, dass Risiko existiert gar nicht. Und da wären wir dann schon bei den Insider-Information. Das ist zwar offiziell illegal, aber was interessieren heutzutage Gesetze. Die gelten doch nur für die dummen Bürger, aber nicht für Investmenthäuser, die im Auftrage der Politik und Notenbanken handeln. Sollte man tatsächlich mal erwischt werden oder kommt es zu einem Schauprozess, um der Öffentlichkeit zu demonstrieren, dass es doch noch Recht und Gesetz gibt, gibt es eine Milliarden-Strafzahlung, die mit frischgedruckten von der FED beglichen wird.

  • 06.01.2014, 17:07 Uhrhvh100

    Ich vermute, dass die Gold-Leerverkäufe (hauptsächlich JP Morgan) langsam ziemlich nervös werden, nachdem die Geschäftsbanken ihre physischen Goldverkäufe an beunruhigte Bürger an die Zentralbanken gemeldet haben dürften. Zum Jahreswechsel hat man dann in den Zentralbanken mal alles zusammenaddiert und gemerkt, dass die Bürger ihr Gold nicht zurückgeben, sondern netto deutlich mehr oder genau soviel nachgekauft haben. Vielleicht haben US Boys ja gedacht sie könnten so die 300 Tonnen physischen Golds einsammeln, das sie benötigen um die deutsche Forderung nach Repartierung der Goldreserven nach Deutschland zu erfüllen. Man, ich glaube die sind alle ganz schön blank.

    Die Auflösung der Goldkontrakte und Gold ETF ist ein ganz klares Misstrauensvotum gegen das Papiergold. Selbst die Spekulanten gehen jetzt auf Nummer sicher und wollen kein verbrieftes Gold mehr in den Depots haben, sondern physisches Gold in Form von Barren in den Tresoren. Genauso wie die deutsche Bundesbank. Bei Barren, da weiss man, was man hat. Bei ETF und Kontrakten auch - nämlich wertlose Zahlungsversprechen, wenn es hart auf hart kommt.


  • 06.01.2014, 16:54 Uhrhvh100

    @Robinson Könnten Sie mir bitte die ISIN des Gold PUTS nennen, den sie angeblich gekauft haben?

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