Geschäft gewinnt an Schwung
Dienstleistungssektor wächst weiter

Die deutschen Dienstleistungsunternehmen haben ihren fast vier Jahre dauernden Aufschwung im Mai weiter fortgesetzt und so viele neue Stellen geschaffen wie lange nicht.

HB BERLIN. Zwar legten die Geschäfte in dem Sektor nicht mehr ganz so kräftig zu wie im April, wie der Rückgang des NTC-Dienstleistungsindex auf 57,5 von 57,8 Punkten im Vormonat signalisiert. Das Barometer verharrte aber über der Marke von 50 Punkten und zeigt damit weiter ein kräftiges Wachstum an, wie das britische Forschungsinstitut NTC am Dienstag mitteilte. In der Euro-Zone gewannen die Geschäfte der Dienstleister sogar leicht an Schwung.

Die Aufträge der 500 befragten deutschen Unternehmen legten abermals zu. Damit hielt der vor mehr als zwei Jahren begonnene Aufwärtstrend an. Der Zuwachs fiel aber nicht mehr ganz so kräftig aus wie im April, wie der Rückgang des Teilindex auf 56,8 von 57,5 Zählern verdeutlicht. „Wie bereits in den Vormonaten fiel das Auftragsplus in den Bereichen Hotel und Gaststätten sowie Post und Telekommunikation am höchsten aus“, betonten die Forscher.

Durch das neue Auftragsplus stieg die Kapazitätsauslastung weiter. So nahmen die unerledigten Bestellungen den dritten Monat in Folge zu. Um die vielen Aufträge abarbeiten zu können, stellte rund jedes fünfte Unternehmen neue Mitarbeiter ein. „Damit kam es zum zweitstärksten Beschäftigungsaufbau im Dienstleistungssektor seit Umfragebeginn im Jahre 1997“, hieß es. Der Teilindex für die Beschäftigung stieg auf 56,3 von 54,6 Punkten. In dem kräftigen Stellenplus spiegelt sich auch der Optimismus der Firmen für die kommenden zwölf Monate wider. Besonders positiv werden die Aussichten vom Sektor Vermietung und unternehmensnahe Dienstleistungen eingeschätzt.

In der Euro-Zone legte der RBS/NTC-Einkaufsmanagerindex auf 57,3 von 57,0 Punkten zu. Damit verharrt das Barometer bereits seit fast vier Jahren über der Marke von 50 Punkten. Die 2 000 befragten Unternehmen meldeten den dritten Monat in Folge einen kräftigeren Auftragseingang. Der Auftragsbestand nahm in allen vier großen Euro-Ländern weiter zu. Dies veranlasste die Firmen zu vielen Neueinstellungen. Den kräftigsten Stellenzuwachs verzeichnete Frankreich. Lediglich in Spanien verlangsamte sich der Aufbau von Arbeitsplätzen. Der Beschäftigungsindikator kletterte auf 55,6 von 54,1 Zählern - nur ein Mal in den vergangenen sechseinhalb Jahren wurde ein höheres Niveau erreicht.

Auch die Industrie hatte ihren seit knapp zwei Jahren anhaltenden Aufschwung im Mai fortgesetzt, wenn auch mit leicht gebremsten Tempo. Der deutsche Einkaufsmanagerindex war auf 56,1 von 57,0 Punkten gefallen, blieb aber auf vergleichsweise hohem Niveau. Wegen des steigenden Auftragsbestandes schuf die Industrie so viele Stellen wie nur ein Mal zuvor in den vergangenen sechseinhalb Jahren.

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