Geschäfte in Übersee
Deutsche Exporte legen zu wie lange nicht mehr

Im September war bei den deutschen Exporten noch ein Minus zu verzeichnen. Nun stiegen die Ausfuhren so stark wie seit über einem Jahr nicht mehr. Trotzdem rechnen Experten mit einem Minus für die deutsche Wirtschaft.
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BerlinDie deutschen Exporte sind im Oktober wegen florierender Geschäfte in Übersee so stark gestiegen wie seit über einem Jahr nicht mehr. Die Unternehmen verkauften Waren im Wert von 98,5 Milliarden Euro in Ausland und damit 10,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. "Das war der stärkste Anstieg seit August 2011", teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit.

Im September hatte es mit minus 3,4 Prozent noch den ersten Rückgang seit gut zweieinhalb Jahren gegeben. Weil die Importe aber schneller wachsen als die Exporte, droht der Außenhandel am Jahresende als Konjunkturmotor auszufallen. Ökonomen rechnen deshalb damit, dass die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal schrumpfen wird.

Besonders stark erhöhten sich die Exporte in Länder außerhalb der Europäischen Union, zu denen die USA und große Schwellenländer wie China und Russland gehören. Sie kletterten um 14,6 Prozent auf 42,1 Milliarden Euro.

"Die deutsche Wirtschaft profitiert von ihrer weltweiten Verflechtung und treibt die Diversifizierung ihre Absatzmärkte weiter voran", sagte der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Anton Börner. Dabei helfe derzeit der billige Euro. Die Ausfuhren in die krisengeplagte Euro-Zone stiegen um 7,0 Prozent auf 37,0 Milliarden Euro, während die Exporte in die gesamte EU um 7,8 Prozent auf 56,4 Milliarden Euro zulegten.

In den ersten zehn Monaten stiegen die Exporte um 4,8 Prozent auf 924,4 Milliarden Euro. BGA-Chef Börner bekräftigte seine Wachstumsprognose für das Gesamtjahr von vier Prozent. Damit würde die 2011 erstmals erreichte Billionen-Grenze beim Umsatz erneut übertroffen. 2013 sollen die Exporte mit fünf Prozent auf 1,16 Billionen Euro noch schneller wachsen.

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Kommentare zu " Geschäfte in Übersee: Deutsche Exporte legen zu wie lange nicht mehr"

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  • O-Ton Handelsblatt
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    Weil die Importe aber schneller wachsen als die Exporte, droht der Außenhandel am Jahresende als Konjunkturmotor auszufallen.
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    Was ist das denn für ein blühender Unsinn?

    Für den Nachfrageeffekt der Exporte ist es doch vollkommen wurscht, wie hoch die Importe sind.

    Ansonsten ist es wohl zu begrüßen, wenn die Deutschen ihr Geld zunehmend für Frascati, Oliven und Schafskäse ausgeben anstatt es in griechischen Staatsanleihen zu versenken.

    Bzw. für i-phones statt für subprime-Anleihen.

  • "Deutsche Exporte legen zu wie lange nicht mehr"

    Jajaaaaaaa.....

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