Geschäftsklimaindex
Ifo sieht steigende Nachfrage bei Investitionsgütern

Dem Ifo-Institut zufolge ist die Nachfrage nach Investitionsgütern in Deutschland im Dezember merklich gestiegen. „Das Investitionsgütergewerbe berichtete von einer spürbar gebesserten Auftragssituation. Über zu geringe Auftragsbestände wurde nur noch selten geklagt“, hieß es in der am Mittwoch veröffentlichten Detailauswertung zum Ifo-Index für Dezember.

HB MÜNCHEN. Die Hersteller von Vorleistungsgütern registrierten demnach eine stabile Nachfrage, Konsumgüterproduzenten freuten sich über deutlich anziehende Aufträge. Der Index des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) war im Dezember unerwartet auf 96,2 von 94,1 Punkten geklettert und erreichte damit den höchsten Stand seit April. Experten hatten die branchenübergreifende Verbesserung als Signal dafür gewertet, dass die derzeitige leichte Konjunkturschwäche schon bald überwunden ist. Viele Volkswirte setzen dabei angesichts der Abschwächung des Exportbooms und der verunsicherten Verbraucher darauf, dass die Firmen in Deutschland wieder mehr investieren.

„Der Optimismus der Exporteure war ungebrochen“, berichtete das Ifo von den befragten Industriefirmen. Viele Unternehmen wollen dem Ifo zufolge angesichts der hohen Preise für Rohstoffe und Energie in den kommenden Monaten ihre Verkaufspreise erhöhen. Chemie- und Elektrotechnik-Firmen registrieren erneut eine lebhafte Nachfrage, auch im Maschinenbau ließ die Unzufriedenheit mit den Auftragsbeständen erneut nach. „Erstmals seit fast vier Jahren überwog bei den Testteilnehmern aus dem Fahrzeugbau wieder die Zufriedenheit mit den Auftragsbeständen“, erklärte das Ifo.

Die Skepsis unter den Einzelhändlern in Westdeutschland nahm dem Ifo zufolge im Dezember deutlich ab: „Im Vergleich zum Vorjahr war erstmals seit längerem wieder ein Umsatzplus zu registrieren.“ Obwohl die Firmen etwas weniger pessimistisch in die Zukunft blicken, erwarten sie in den kommenden Monaten erneut einen Rückgang der Verkaufspreise. In Ostdeutschland dagegen nahm der Pessimismus der Branche weiter zu, hier musste sie der Umfrage zufolge auch erneut Umsatzeinbußen verbuchen.

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