Geschäftsrisiko Nummer eins
DIHK warnt eindringlich vor zu hohen Benzinpreisen

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) warnt massiv vor Gefahren für die Wirtschaft wegen der hohen Benzinpreise - und fordert die Politik bei einer weiteren Zuspitzung der Lage zum Eingreifen auf.
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Berlin/DüsseldorfDie hohen Benzinpreise gefährden nach Ansicht des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) das Wirtschaftswachstum. „Bei zwei Euro an der Preistafel fängt die Konjunktur an zu knirschen“, sagte DIHK-Präsident Hans-Heinrich Driftmann der „Bild“-Zeitung.

Hohe Anschaffungskosten für Energie und Rohstoffe seien für die Wirtschaft das „Geschäftsrisiko Nummer eins“. Für den Fall, dass die Benzinpreise sich langfristig auf dem hohen Niveau einpendeln, fordert der DIHK-Präsident von der Bundesregierung eine Begrenzung der Energiesteuern, um die Wirtschaft und die Kaufkraft der Verbraucher zu unterstützen.

Derzeit liegen die Preise für Superbenzin bei deutlich mehr als 1,60 Euro. Teures Tanken dämpft inzwischen zunehmend die Laune der Konsumenten. Das für April errechnete GfK-Konsumklima sank um 0,1 auf 5,9 Punkte und damit erstmals nach sechs Anstiegen in Folge. „Rekordstände für Benzin und Diesel an den Zapfsäulen haben im März in den Köpfen der Konsumenten ihre Spuren hinterlassen“, erklärten die GfK-Marktforscher letzte Woche zu ihrer Umfrage unter rund 2000 Verbrauchern.

Angesichts der gestiegenen Benzinpreise diskutiert die schwarz-gelbe Koalition derzeit intensiv über mögliche Gegenmaßnahmen. Eine Reihe von FDP-Politikern forderte am Wochenende erneut die Anhebung der Pendlerpauschale, was in der Union skeptisch gesehen wird. Nun aber fordert auch der nordrhein-westfälische CDU-Sozialpolitiker Karl-Josef Laumann eine Heraufsetzung der Pendlerpauschale. Er halte eine Erhöhung von zehn Cent pro Kilometer für „durchaus angemessen“, sagte der Bundesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). Der Weg zur Arbeitsstätte, um überhaupt arbeiten und Steuern zahlen zu können, werde immer teurer. Deshalb sei es „mehr als recht und billig“, die Fahrtkosten steuerlich geltend machen zu können, fügte der frühere NRW-Arbeitsminister hinzu.

Dagegen sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Bärbel Höhn, dem in Berlin erscheinenden „Tagesspiegel“, eine Erhöhung der Pendlerpauschale wäre eine „Subvention der Mineralölkonzerne“. Sie würde dem Verbraucher „gar nichts nützen“, weil die Konzerne den Aufschlag an die Kunden weitergeben würden. Nötig sei vielmehr eine Strategie, die „weg vom Öl“ führe.

Für eine „maßvolle Erhöhung“ der Pendlerpauschale hatte sich am Wochenende Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) ausgesprochen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte zuvor Forderungen nach einer Erhöhung der Pendlerpauschale eine Absage erteilt.

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  • Ich denke bzw. sehe das ebenso! Ganz schlimm sind jedoch (insbesondere hier in unserer Stadt) die vielen jungen Damen, die mit ihren "riesigen Kübelwagen Audi, Porsche Cayenne, Mercedes, VW)mehrmals die gleichen Runden drehen, sehen und gesehen werden. 50 m fahren, aussteigen und ne Zeitung holen, weitere 100 m fahren, aussteigen und 3 Brötchen, 700 m in den Kindergarten und die kids abholen, etc. etc. - Achtung: hier spricht kein Neid, eher etwas Mitleid für die armen Dinger. Aber solche Personen sehen es einfach nicht ein, die Riesenkarre stehen zu lassen und sich mal per pedes zu bewegen - dafür gehen sie dann lieber in ein angesagtes Fitness Center!

  • Ich leiste meinen Benzin- "BOYKOTT" Beitrag! Zu Ostern wird zu Hause geblieben! Lebe ohnehin in einer Gegend wo andere Urlaub machen - also, wozu wegfahren und das Geld womöglich noch ins Ausland tragen! Leider denken sehr, sehr wenige so wie ich, aus diesem Grunde kann die Bevölkerung dem Staat auch nicht mal die Grenzen zeigen, was äusserst notwendig wäre

  • Deutschland... das Land der Erfinder, u.a. des 1. Automobils.
    WARUM ist die deutsche Autoindustrie NICHT IN DER LAGE, den Ölmultis endlich Paroli zu bieten und Alternative anzubieten. Klar, die Pläne liegen d och schon lange in deren Schubladen, aber warum passiert nichts? Wenn es so weitergeht mit den enormen Kosten, dann sehe ich in Bälde einen Aufstand. Irgendwann ist ist Schmerzgrenze erreicht. Wenn die Fahrt zum Arbeitsplatz Luxus wird, dann wird es in diesem Staat (Bananenrepublik) brandgefährlich! Die Politiker haben anscheinend den Ernst der Situation noch nicht erkannt.

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