Geschäftstätigkeit in Euro-Zone hat an Schwung verloren
US-Dienstleistungssektor wächst unerwartet stark

Das Wachstum im US-Dienstleistungssektor hat im Juni deutlicher als erwartet an Fahrt gewonnen. Dagegen hat die Geschäftstätigkeit der Dienstleister in Deutschland und in der Euro-Zone nach Anfang der Woche vorgelegten Zahlen etwas an Schwung verloren.

HB NEW YORK. Der an den Finanzmärkten stark beachtete Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) stieg auf 62,2 Punkte nach 58,5 Punkten im Mai, wie das Institut am Mittwoch mitteilte. Dagegen hatten befragte Analysten im Schnitt einen leichten Rückgang auf 58,0 Punkte erwartet. Mit einem Stand von über 50 Zählern signalisiert der Index weiter eine expandierende Geschäftstätigkeit des Sektors mit Branchen vom Friseur über Restaurants und Hotels bis zu Fluggesellschaften. Der Geschäftszweig repräsentiert rund der 80 % der Leistung der weltgrößten Volkswirtschaft. Volkswirte werteten die Zahlen als positives Beschäftigungssignal vor dem am Freitag erwarteten US-Arbeitsmarktbericht für Juni.

Eine deutliche Erholung der Beschäftigung zeigte der entsprechende Teilindex des ISM an. Dieser kletterte im Juni auf 57,4 von 53,4 Punkten im Vormonat. Allerdings signalisierten die Zahlen auch einen wachsenden Preisdruck in der Branche. Der Index der bezahlten Preise zog auf 59,8 von 57,9 Zählern im Mai an. Dagegen deutete die Komponente der Auftragseingänge mit 59,5 nach 59,7 Punkten eine geringfügige Abschwächung der zukünftigen Geschäftstätigkeit an.

Analysten sahen in den ISM-Zahlen ein positives Signal für die US-Wirtschaft insgesamt, vor allem aber für die Entwicklung des Arbeitsmarktes. Elisabeth Denison von Dresdner Kleinwort Wasserstein in New York sagte: „Die Daten sind stärker als erwartet. Sie bestätigen unsere Einschätzung, dass es im Juni eine Erholung der Beschäftigungssituation gegeben hat“. Alan Gayle von Trusco Capital Management kommentierte die Daten mit den Worten: „Ich sehe das Glas als halb voll, nicht als halb leer. Die Fed hat das vergangene Woche auch so gesehen. Es wird jetzt besonders interessant zu sehen, wie die Arbeitsmarktzahlen am Freitag ausfallen“. Ein Signal für anhaltende Stärke der US-Wirtschaft sah Jeremy Friessen von RBC Capital Markets in den ISM-Zahlen. „Diese lassen auf eine sehr gute Entwicklung am Freitag schließen. Wir rechnen mit anhaltend guter Beschäftigung während der restlichen Zeit des Jahres“.

Zur Entwicklung hier zu Lande hatte das britische Forschungsinstitut NTC bereits am Montag mitgeteilt, mit 52,3 Zählern nach 52,6 Punkten im Mai zeige der NTC-Service-Index für Deutschland noch eine stabile Verbesserung der Geschäfte an. Der Index für die Euro-Zone sank auf 53,1 von 53,5 Zählern.

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