GfK-Forscher erwarten gutes Weihnachtsgeschäft
Bundesbürger sind in bester Kauflaune

Die deutsche Wirtschaft läuft auf Hochtouren, auch die Mehrwertsteuererhöhung wird nach Einschätzung von Experten der Konjunktur nur einen kleinen Dämpfer verpassen. So sind die Bundesbürger zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts in so guter Kauflaune wie seit fünf Jahren nicht mehr, wie die Marktforschungsstelle GfK am Dienstag berichtete. Zugleich hob die die Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) ihre Konjunkturprognose für Deutschland deutlich an.

HB FRANKFURT/M. Das gute Konsumklima wird laut GfK vor allem von der noch immer steigenden Bereitschaft zu größeren Anschaffungen getragen. Dies sei jedoch weniger auf eine allgemeine Lust am Kaufen zurückzuführen, sondern mehr auf die Anfang 2007 anstehende Mehrwertsteuererhöhung.

„Gerade in Zeiten knapper Budgets halten es die Verbraucher für umso wichtiger, vor allem größere Anschaffungen möglichst effizient einzukaufen“, erklärten die GfK-Experten. Sie erwarten ein gutes Weihnachtsgeschäft für den Handel.

Weil das Weihnachtsgeschäft den Privatkonsum zum Jahresende noch einmal kräftig ankurbeln dürfte, erwarten die GfK-Forscher für 2006 ein höheres Wachstum als bislang vorhergesagt. Sie gehen jetzt von einem Anstieg des privaten Konsums um 1 Prozent statt bislang 0,7 Prozent aus. 2005 betrugen die Ausgaben für den privaten Verbrauch 1,3 Billiarden Euro, ein Plus von 0,1 Prozent gegenüber 2004.

Die Anhebung der Mehrwertsteuer zum Jahreswechsel wird das Wachstum in Deutschland nach Ansicht der OECD nur vorübergehend bremsen: Für 2008 sagen die Experten der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ein ähnliches Konjunkturplus voraus wie im laufenden Jahr. Wie die Organisation von 30 Industriestaaten am Dienstag mitteilte, geht sie für das übernächste Jahr von einem arbeitstäglich unbereinigten Wachstum von 2,4 Prozent in Deutschland aus. Für 2006 korrigierte die OECD ihre Prognose von von 2,2 Prozent nach dem ersten Halbjahr auf nunmehr 2,5 Prozent nach oben. Nach dem ersten Quartal hatte die OECD lediglich mit einem Wachstum von 1,8 Prozent gerechnet.

Für 2007 rechnen die Konjunkturexperten damit, dass Deutschland als größte europäische Volkswirtschaft um 1,75 Prozent wachsen wird. Die kräftige Auslandsnachfrage und dynamische Ausrüstungsinvestitionen dürften die Wirtschaft trotz der Erhöhung der Mehrwertsteuer ankurbeln. „Der Effekt der Mehrwertsteuererhöhung auf den Konsum der privaten Haushalte wird das BIP-Wachstum 2007 um einen viertel Prozentpunkt mindern“, schreibt die OECD in ihrer Konjunkturprognose.

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