GfK-Index: Deutsche Verbraucherstimmung hat sich abgekühlt

GfK-Index
Deutsche Verbraucherstimmung hat sich abgekühlt

Die zuletzt gute Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich im Februar leicht eingetrübt: Der Marktforscher GfK ermittelte eine sinkende Neigung, sich langlebige Produkte wie Waschmaschinen oder Autos zu kaufen.

HB NÜRNBERG. Wie die GfK am Donnerstag mitteilte, glaubten im Februar allerdings fast so viele Verbraucher wie im Januar, dass die Wirtschaft gute Chancen hat, sich zu erholen. Die Erwartungen an ihre Einkommen gingen ebenfalls nur leicht zurück. Trotz der Eintrübung sei die Verbraucherstimmung insgesamt auf hohem Niveau stabil und weit besser als vor einem Jahr, erklärte die GfK. Daher stieg das auf Basis der Umfrage für März ermittelte und um kurzfristige Schwankungen bereinigte Konsumklima auf 4,8 von 4,6 Punkten.

Im Februar blieben die Konjunkturerwartungen mit einem Rückgang um 1,2 auf 22,3 Punkte stabil und lagen weiter klar über dem langjährigen Durchschnitt von null Zählern. Die Einkommenserwartungen gaben um 1,3 auf 3,2 Punkte nach. Die Anschaffungsneigung sank um 8,4 auf 11,9 Punkte, nachdem der Indikator im Januar den höchsten Stand seit Frühjahr 2001 erreicht hatte.

„Die Stimmung insgesamt ist gut bei den Verbrauchern, aber ob der Konsum deswegen kräftig steigt, ist noch fraglich“, kommentierte Lothar Hessler von HSBC Trinkaus Burkhardt die neuen Zahlen aus Nürnberg. Experten wie auch die GfK selbst rechnen damit, dass die bisher sehr sparsamen Verbraucher im Laufe des Jahres ihre Zurückhaltung wegen der Fußball-WM und der für 2007 geplanten höheren Mehrwertsteuer etwas ablegen.

„Der Konsument sagt: 'Ich kaufe lieber heute teure Produkte, als im nächsten Jahr, wenn die Mehrwertsteuererhöhung sie noch teurer macht'“, erläuterte GfK-Chef Klaus Wübbenhorst. Dies schlage sich aber erst in der zweiten Jahreshälfte stärker nieder. Dabei seien die Menschen in Ostdeutschland skeptischer als die Westdeutschen. Ulrike Kastens von Sal. Oppenheim warnte aber vor zu großen Hoffnungen: „Der Konsum im zweiten Halbjahr wird ein Strohfeuer, die Quittung kriegen wir 2007.“ Die GfK befragt monatlich rund 2000 Menschen nach ihren Erwartungen zu Konjunktur und ihrem Einkommen sowie nach ihrer Neigung, langlebige Produkte zu kaufen.

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