GfK-Index
Kauflust auf neuem Rekordhoch

Je näher die Mehrwertsteueranhebung rückt, desto größer wird nach Berechnungen des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK die Bereitschaft der Deutschen, größere Anschaffungen zu tätigen. Auch die Konjunkturerwartung der Verbraucher hat sich gebessert. In Bezug auf ihre eigene Geldbörse zeigten sich die Befragten indes pessimistischer.

HB NÜRNBERG. Wie die GfK am Mittwoch mitteilte, ermittelte sie für Oktober einen Konsumklimaindex von 8,8 nach revidiert 8,6 Punkten für September. Die Komponente Anschaffungsneigung habe mit 62,3 Punkten zum dritten Mal nach Juni und Juli einen Höchstwert erreicht. Gegenüber dem Vormonat bedeute dies einen Anstieg von 6,2 Punkten, im Vergleich zum Vorjahresmonat betrage das Plus über 75 Punkte. Damit liegt der Index höher als von Analysten erwarten: Von Nachrichtenagenturen befragte Experten waren von einem unveränderten Wert von 8,6 ausgegangen.

Auch der Indikator Konjunkturerwatung legte zu, allerdings weniger stark um einen auf 12,4 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt die Konjunkturerwartung damit um knapp 17 Punkte höher. Der Indikator Einkommenserwartung sank im Vergleich zum Vormonat um fünf Punkte und liegt mit einem Wert von minus 8,8 Punkten wieder deutlicher unter dem langjährigen Durchschnitt von Null. Im Vergleich zum Vorjahr liegt der Indikator um knapp drei Punkte höher.

„Ein Großteil der derzeitigen Kauflaune steht auf einem rationalen Fundament“, fassen die GfK-Forscher zusammen. „Es sieht so aus, als würden die Verbraucher ihren Blick immer enger auf die Erhöhung der Mehrwertsteuer im Januar 2007 richten“. Seit mehreren Monaten zeige sich, dass die Bereitschaft, größere Anschaffungen vorzuziehen, tendenziell stärker steige, je näher der Termin rücke. Das wirke sich derzeit positiv auf die gesamte Verbraucherstimmung aus.

Zu den Konjunkturhoffnungen der Verbraucher hieß es von Seiten der GfK, auch die fortdauernden Diskussionen um Zeitpunkt und Ausgestaltung der Gesundheitsreform scheinen die Konjunkturhoffnungen derzeit nicht weiter in Mitleidenschaft zu ziehen.

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