GFK-Index
Schuldenkrise vermiest Deutschen Kauflaune

Hohe Energiepreise und die Schuldenkrise lassen auch die Bürger in Deutschland nicht kalt. Ihre Kauflaune erhielt den dritten Monat in Folge einen Dämpfer. Für die Rentner fällt die Bilanz noch unerfreulicher aus.
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Das für Juni ermittelte GfK-Konsumklima fiel von 5,7 auf 5,5 Punkte. Das ist der niedrigste Stand seit rund einem halben Jahr, teilte die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Mittwoch mit. Die 2000 befragten Verbraucher rechnen mit einer schwächeren Konjunktur und schlechteren Einkommensaussichten. Das Geld für größere Anschaffungen sitzt deshalb nicht mehr so locker wie bisher.

"Die Verschärfung der Schuldenkrise in Griechenland sowie die anhaltend hohen Energiepreise dämpfen den Optimismus, den die Konsumenten bislang an den Tag legten", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. "Damit geraten die nach wie vor sehr guten Rahmenbedingungen in Deutschland, wie sinkende Arbeitslosigkeit und der kräftige Konjunkturaufschwung, im Augenblick etwas in den Hintergrund." Pessimistischer schätzten die Verbraucher die wirtschaftlichen Aussichten zuletzt im Juli 2010 ein.

Darunter litten auch die Einkommenserwartungen - zumal die Inflationsrate im April mit 2,4 Prozent den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren erreicht hatte. "Vor allem Produkte des täglichen Lebens wie Benzin und Lebensmittel sind in den vergangenen Wochen deutlich teurer geworden", sagte der Experte. "Beim Verbraucher entsteht sehr schnell der Eindruck, dass alles teurer wird, die eigene Kaufkraft sinkt und macht damit einen beträchtlichen Teil der Einkommenszuwächse der Arbeitnehmer in diesem Jahr zunichte."

Für die Rentner ist die Bilanz noch unerfreulicher, da ihre gesetzlichen Altersbezüge in diesem Jahr nur um etwa ein Prozent steigen. Ängste schüren auch die milliardenschweren Hilfsgelder für Griechenland, Irland und Portugal, für die Deutschland in großem Umfang bürgt. "Viele Verbraucher haben offenbar die Befürchtung, dass damit auch auf sie finanzielle Belastungen zukommen könnten", sagte Bürkl.

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  • Stimmt! Besser ist es, die Medien berichten nur noch aus dem Königshaus von Dingsda und urplötzlich kostet das morgentliche Brötchen 1 000 Drachme.

  • Stimmt! Besser ist es, die Medien berichten nur noch aus dem Könishaus von Dingsda. Dann wacht man eines Tages auf und das Brötchen kostet 1000 Drachme:)

  • Ganz genau,
    die Wirklichkeit ist ja auch nicht wirklich,
    Wir haben alle Geld wie Heu.

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