GfK-Indikator sinkt erneut
Verbraucher sind verunsichert

Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich im Juni den dritten Monat in Folge eingetrübt. Allein durch die vorgezogene Bundestagswahl wird nach Einschätzung von Experten noch kein neuer Konjunkturaufschwung entstehen.

dpa-afx NÜRNBERG. Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich im Juni den dritten Monat in Folge eingetrübt. Verantwortlich für den Rückgang sei die noch stärkere Zurückhaltung bei größeren Anschaffungen, teilte die GfK am Dienstag in Nürnberg mit. Die mögliche Neuwahl im Herbst löse noch keine Aufbruchstimmung aus. Die Konjunkturerwartungen verbesserten sich auf niedrigem Niveau nur leicht und die Einkommenserwartungen erhöhte sich geringfügig.

"Die Konsumenten scheinen derzeit wie gelähmt zu sein", stellen die Forscher fest. Die uneinheitliche Entwicklung der vergangenen Monate setze sich fort. Für Juli prognostiziert der GfK-Indikator einen Wert von 3,5 Punkten, nach revidierten 4,3 Punkten (Erstschätzung: 4,4 Punkte) im Juni. Befragt wurden 2000 Verbraucher.

Allein durch vorgezogene Neuwahlen wird nach Einschätzung von GfK-Chef Klaus Wübbenhorst in Deutschland noch kein neuer Konjunkturaufschwung entstehen. "Für eine Besserung am Arbeitsmarkt und eine grundlegende Stimmungsaufhellung bei den Verbrauchern ist ein entschlossenes Handeln nach den Wahlen im Herbst erforderlich", sagte Wübbenhorst der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. "Allein durch die Wahl wird sich nur wenig bewegen."

"Mit einem gemischten Gefühl" dürften die Verbraucher nach Einschätzung von Wübbenhorst in den Sommerurlaub aufbrechen. Schließlich sei derzeit noch unklar, mit welchen genauen Konzepten die künftige Regierung die Misere in Deutschland angehe. "Die Bürger bleiben skeptisch und verunsichert", sagte Wübbenhorst. Die Unsicherheit dürfte sich in der Wahlkampfphase der nächsten Monate fortsetzen.

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