GfK-Konsumklimaindex
Deutsche Verbraucher verlieren Euphorie

Die Griechenland-Krise dämpft das Vertrauen der deutschen Verbraucher. Der Index für August fiel stärker als erwartet.
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Nürnberg/BerlinDie Stimmung der Verbraucher in Deutschland geht zurück. Der vom Marktforschungsunternehmen GfK erhobene Konsumklimaindex fiel für August stärker als erwartet. Experten führen dies auf die Schuldenkrise Griechenlands und die Sorge um den Euro zurück, aber auch auf die steigende Inflation.

„Die anhaltenden Diskussionen um den richtigen Weg aus der Schuldenkrise Griechenlands und damit einhergehend mögliche Gefahren für die gemeinsame europäische Währung verunsichern die deutschen Konsumenten“, teilte das Marktforschungsunternehmen GfK am Dienstag in Nürnberg mit.

Die Verbraucher befürchteten zusätzliche finanzielle Belastungen im Falle einer Staatspleite Griechenlands oder bei weiteren Hilfszahlungen seitens der EU. Dies schlage sich auf die Einkommenserwartung nieder.

Sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung erlitten Einbußen, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Konsumklimaindex des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK hervorgeht. Die erfreuliche
Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sorge jedoch dafür, dass die Kauflaune der Konsumenten erhalten bleibe, erklärten die Marktforscher. Der Gesamtindikator für Juli wurde von den erwarteten 5,7 Punkten auf 5,5 Punkte revidiert. Der Konsumklima-Index für August sank von revidiert 5,5 Punkten im Vormonat auf 5,4 Punkte.

„Die Verunsicherung der Konsumenten im Vorfeld des EU-Gipfels war dar, das dürfte auf die Stimmung der Verbraucher geschlagen haben," sagte Jörg Lüschow von der West LB. „Latent wird diese Verunsicherung trotz der Gipfel-Beschlüsse gewiss bleiben. Denn die Krise kann immer wieder in den Fokus der Märkte zurückkehren." Für die Konsumentwicklung seien vor allem die Einkommen und die Inflation entscheidend.

„Die Lage am Arbeitsmarkt ist weiter gut. Die Preise dürften jedoch hoch bleiben, kurzfristig wird es sicher keine Entlastung bei der Teuerung geben.“

Ulrike Kastens von Sal. Oppenheim führt den Rückgang vornehmlich auf steigende Preise zurück. „Es ist wohl weniger die Schuldenkrise, sondern eher das, was die Leute direkt betrifft: etwa die teure Energie, sagte sie. Dennoch seien die Aussichten nicht nur für den Konsum, sondern auch für die gesamte Wirtschaft sehr gut.

Der GfK Konsumklima-Indikator zeigt mit hoher Aktualität die zu erwartende Entwicklung des realen privaten Verbrauchs in dem auf die Befragung folgenden Monat. Positive Werte zeigen einen Zuwachs des realen privaten Konsums im Vergleich zum Vorjahresmonat, negative Werte einen Rückgang an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " GfK-Konsumklimaindex: Deutsche Verbraucher verlieren Euphorie"

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  • Ich finde es klasse, dass die "deutsche" Wirtschaft ihre besten Tage hinter sich hat.
    Unrecht Gut gedeiet nicht.
    Hoffewntlich stürzt die Wirtschaft total ab, es wäre für die meisten Menschen wie eine Erlösung, ihre Peiniger nackt vor sich stehen zu sehen.

  • gut zu wissen, dass andere immer wissen wie viel oder wie viel nicht ich konsumiere...

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