GfK-Prognose
Deutschland steht „noch besseres Konsumjahr“ bevor

Nach dem glänzenden Weihnachtsgeschäft bleiben die Verbraucher auch im neuen Jahr in Kauflaune: Ungeachtet der steigenden Steuer- und Abgabenlast sagen die Nürnberger Forscher des GfK für Januar ein stabiles Konsumklima voraus.
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HB BERLIN. Das Konsumbarometer fällt demnach nur minimal um 0,1 auf 5,4 Punkte und damit zum ersten Mal seit einem halben Jahr. Experten hatten einen Anstieg auf 5,7 Punkte erwartet. „Das nach wie vor stabile Niveau deutet darauf hin, dass der private Konsum für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland eine zunehmend wichtigere Rolle spielen wird“, sagte GfK-Experte Rolf Bürkl am Dienstag zu der Umfrage unter 2000 Verbrauchern. Die Voraussetzungen für „ein noch besseres Konsumjahr“ als 2010 seien gut.

Ein Grund dafür ist die Aussicht auf steigende Löhne. Die GfK rechnet mit einem Anstieg der verfügbaren Einkommen um 2,6 Prozent. Großkonzerne wie Bosch, Siemens, Porsche Audi und Continental kündigten zudem an, die für April 2011 vereinbarte Tariferhöhung der Metallbranche vorzuziehen. Dem stehen höhere Belastungen gegenüber: Zigaretten und Flugtickets werden vom neuen Jahr an stärker besteuert, Strom wird teurer, der Beitragssatz für die gesetzliche Krankenkasse steigt von 14,9 auf 15,5 Prozent.

Derzeit trüben diese Aussichten jedoch die Kauflaune der Verbraucher keineswegs: Der Einzelhandelsverband HDE rechnet nach dem guten Kundenbesuch am vierten Adventswochenende noch bis Heiligabend mit viel Trubel in den Geschäften. Der HDE erwartet im Weihnachtsgeschäft ein Umsatzplus von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das wäre der stärkste Anstieg seit fünf Jahre.

Dennoch ist die Bereitschaft der Bundesbürger, sich Fernseher, Kühlschränke oder andere größere Anschaffungen zu leisten, im Dezember leicht zurückgegangen. Das entsprechende Teilbarometer fiel um 5,5 auf 33,8 Punkte. Dahinter steckt auch die steigende Sorge vor anziehenden Preisen, wie Bürkl mit Blick auf höhere Benzin- und Heizölkosten erläuterte: „Dies ist jedoch kein Grund für große Inflationsängste.“ Auch im kommenden Jahr werde die Preissteigerungsrate unter der Zwei-Prozent-Linie bleiben, die die Europäische Zentralbank (EZB) als Stabilitätsmarke betrachtet.

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