GfK-Studie
Europas Verbraucher sind wieder optimistischer

Vor allem in Südeuropa hatte die Wirtschaftskrise lange Zeit auf die Verbraucherstimmung gedrückt. Leere Geldbeutel zwangen dazu, größere Anschaffungen aufzuschieben. Dass scheint sich zu ändern – auch in Griechenland.
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NürnbergMit der weltweiten Konjunkturerholung wächst auch bei Europas Verbrauchern wieder das Zutrauen in die Wirtschaft. In vielen Ländern habe sich inzwischen die Verbraucherstimmung deutlich aufgehellt, geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Konsumklimastudie des Marktforschungsunternehmens GfK hervor. Die Verbraucher seien in Bezug auf die Konjunktur wieder deutlich optimistischer.

Auch rechneten viele EU-Bürger inzwischen wieder mit leicht steigenden Einkommen. Dadurch planten sie auch wieder mehr größere Anschaffungen als in den zurückliegenden Jahren. Allerdings gebe es immer noch große regionale Unterschiede in der EU, geben die Nürnberger Konsumforscher zu bedenken. Der für 14 EU-Staaten ermittelte Konsumklimaindex stieg laut GfK im ersten Quartal um 0,8 auf 8,4 Punkte.

Sorgenkind bleibe weiter Griechenland. Allerdings stabilisiere sich auch dort die Verbraucherstimmung - wenn auch auf sehr niedrigem Niveau. Im ersten Quartal sei sowohl der Konjunkturoptimismus als auch die Einkommenserwartung im Vergleich zum Dezember 2013 gewachsen, stellten die Konsumforscher fest. „Die Griechen sind aber noch weit davon entfernt, größere Anschaffungen tätigen zu wollen“, betonte GfK-Konsumforscher Rolf Bürkl.

In Großbritannien war die Konjunkturerwartung nach der GfK-Befragung im ersten Quartal so gut wie seit 16 Jahren nicht mehr. „Auch bei den bislang krisengeschüttelten spanischen Verbrauchern verfestigt sich die Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Aufschwung“, berichtet die GfK.

Auch in Italien beurteilten die Haushalte die Konjunkturentwicklung wieder zuversichtlicher. Insgesamt aber habe Italien in Sachen Verbraucherstimmung noch großen Nachholbedarf. Auch Frankreich erhole sich auf niedrigem Niveau. Am besten sei die Verbraucherstimmung weiterhin in Deutschland. Die Verbraucherstimmung habe sich seit Dezember 2013 noch einmal deutlich verbessert.

Es gebe aber weiterhin Risiken für das Konsumklima in der EU. Dazu zähle etwa die Ukraine-Krise. „Würden als Folge verschärfter Sanktionen gegen Russland die Energiepreise in Europa steigen, würde dies sicherlich rasch auf die Verbraucherstimmung durchschlagen“, befürchtet Bürkl. „Denn höhere Gaspreise haben direkten Einfluss auf die Kaufkraft der Verbraucher.“

Da die GfK-Befragung bereits Mitte März abgeschlossen wurde, sei der Einfluss der Eskalation der Ukraine-Krise auf die Verbraucherstimmung noch nicht eingeflossen, gab Bürkl zu bedenken. Es sei nicht auszuschließen, dass die Verunsicherung der europäischen Konsumenten über die Ukraine-Krise inzwischen größer sei als in der aktuellen Studie abgebildet.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Vor den EU-Wahlen lügt sich gut. Die realen Fakten sehen ganz anders aus. Das gewaltige Minuswachstum in den verarmten und mit hohen Arbeitslosenzahlen belasteten Ländern wird viele, viele Jahre brauchen, um sich zu normalisieren. Ein spürbares Wachstum, was man an den Arbeitslosenzahlen gut messen kann, gibt es jedenfalls nicht. Wer rechnen kann, weiß das. Die Medienmache gerät so ins Abseits!

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