Glenn Rudebusch
Fed-Volkswirt rechnet mit jahrelanger Nullzinspolitik

Zur Stabilisierung der Wirtschaft muss die US-Notenbank nach Ansicht eines führenden Fed-Volkswirtes ihren Leitzins noch lange Zeit nahe Null lassen.

HB CHICAGO. Gemäß der Taylor-Regel, an der sich die Fed üblicherweise beim Zielwert des Leitzinses unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Bedingungen orientiert, hätte ihr wichtigstes geldpolitisches Instrument am Jahresende eigentlich bei minus fünf Prozent liegen müssen, sagte Glenn Rudebusch von der Fed von San Francisco am Dienstag. Mit der Kappung des Zinses im Dezember auf ein Zielband von null bis 0,25 Prozent habe die Fed mit der Taylor-Regel gebrochen. Die Fed habe auch die anhaltend trüben Konjunkturaussichten außen vor gelassen. Daher müsse der Zinssatz nun „nicht bloß für die kommenden sechs bis neun Monate, sondern für mehrere Jahre“ nahe null belassen werden, sagte Rudebusch.

Bei seinen Berechnungen stützte sich der Volkswirt nach eigenen Worten auf die jüngsten Prognosen des Fed-Offenmarktausschusses, der die Zinspolitik bestimmt.

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