Größere Risiken
OECD senkt Wachstumsprognose für Deutschland

Dämpfer für Deutschland: Die Konjunktur hat nach Einschätzung OECD ihren Höhepunkt überschritten und die Wirtschaft wachse hierzulande geringer als erwartet. Auch in den USA sieht die Organisation angesichts der jüngsten Finanzmarktkrise größere Risiken.

HB PARIS. Die deutsche Wirtschaft werde in diesem Jahr mit 2,6 Prozent um 0,3 Prozentpunkte etwas langsamer expandieren als noch im Frühjahr erwartet, sagte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch in Paris voraus. Für die USA werde die Prognose von 2,1 auf 1,9 Prozent gesenkt.

Mit der jüngsten Finanzmarktkrise seien die Risiken gewachsen, der Aufschwung sei aber noch nicht zu Ende. Die Marktturbulenzen seien glücklicherweise auf eine robuste Weltkonjunktur getroffen, hieß es.

Für Frankreich erwartet die OECD nun 1,8 statt 2,2 Prozent Wachstum. Für die Eurozone insgesamt wird die Prognose von 2,7 auf 2,6 Prozent zurückgenommen. In Japan bleiben die Aussichten mit 2,4 Prozent stabil. Dagegen kann Großbritannien nun laut OECD sogar mit 3,1 statt 2,7 Prozent Wachstum rechnen.

Aufgrund der US-Hypothekenkrise und möglicher Auswirkungen auf die US-Konjunktur sollte die US-Notenbank laut OECD eine Leitzinssenkung in Betracht ziehen. Die Europäische Zentralbank (EZB) sollte ihren Zinserhöhungskurs angesichts eines anhaltenden Inflationsdrucks hingegen fortsetzen, wenn sich die Lage an den Finanzmärkten weiter beruhigt habe. Die japanische Notenbank sollte vor weiteren Zinserhöhungen zunächst sicherstellen, dass die Finanzmarktturbulenzen und die Phase sinkender Preise in Japan vorüber seien.

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