Großaufträge fehlten
Industrie zieht deutlich weniger Aufträge an Land

Die deutsche Industrie hat im Juli einen unerwartet kräftigen Einbruch bei den Neuaufträgen erlitten. Vor allem die Nachfrage aus dem Ausland sank. Das Bundeswirtschaftsministerium bleibt aber dennoch optimistisch.

HB BERLIN. Bei den Unternehmen gingen preis- und saisonbereinigt 7,1 Prozent weniger Bestellungen ein als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten im Schnitt mit einem Minus von 2,5 Prozent gerechnet. Im Juli hatte es wegen außergewöhnlich vieler Großaufträge noch ein Plus von revidiert 5,1 Prozent gegeben.

Die Nachfrage aus dem Ausland sank im Juli um 11,7 Prozent, die aus dem Inland um 1,7 Prozent. Weniger gefragt waren vor allem Investitionsgüter wie Maschinen und Anlagen. Hier gab es einen Rückgang von 10,4 Prozent. Die Hersteller von Vorleistungsgütern mussten ein Minus von 3,7 Prozent hinnehmen, die von Konsumgütern verzeichneten einen Rückgang um 1,2 Prozent.

Der Auftragseingang ist neben der Produktion der wichtigste realwirtschaftliche Konjunkturindikator. Wegen Großaufträgen – von denen diesmal keine nennenswerten Impulse ausgingen – kann er allerdings von Monat zu Monat stark schwanken. Im stabileren Zwei-Monats-Vergleich Juni/Juli zu April/Mai legte die Nachfrage um 2,8 Prozent zu und übertraf das Vorjahresniveau um 13,1 Prozent. Die Aussichten für die Industrie blieben deshalb gut, schrieb das Ministerium.

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