Großbritannien
Abwarten und den Zins niedrig halten

Die britische Notenbank hat ihren Leitzins wie erwartet unverändert belassen. Der Leitzins liege weiter auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent, teilte die Bank of England mit. Notenbank-Chef Mervyn King setzte sich mit seiner Strategie des Abwartens durch.
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HB LONDON. Der Leitzins in Großbritannien bleibt bei 0,5 Prozent. Das teilte die Bank von England nach einer Sitzung ihres geldpolitischen Komitees am Donnerstag in London mit. Analysten und Ökonomen hatten einhellig mit dieser Entscheidung gerechnet. Wie die Zentralbank weiter bekannt gab, weitet sie ihr Ankaufprogramm für britische Staatsanleihen vorerst nicht aus. Die Bank of England hatte auf dem Höhepunkt der Finanzkrise damit begonnen, ähnlich wie die US-Notenbank Staatstitel in einem Gesamtvolumen von 200 Milliarden Pfund zu erwerben und auf diese Weise zusätzliches Geld in die Wirtschaft zu pumpen.

Zwar wird erst das Sitzungsprotokoll in einigen Wochen Aufschluss über das Abstimmungsverhalten der einzelnen Mitglieder des Zentralbankrats geben. Experten gehen nach den jüngsten Wortmeldungen diverser britischer Notenbanker davon aus, dass es drei Lager gibt. Die Mehrheit unter Führung von Zentralbankgouverneur Mervyn King will ihr Pulver vorerst noch trocken halten und ist deshalb dafür, der bisherigen Strategie des Abwartens festzuhalten. Spannend wird es an den Rändern des geldpolitischen Spektrums: Während Adam Posen zuletzt eine Lanze für weitere Konjunkturspritzen mit der Notenpresse brach, wird sein Kollege Andrew Sentance seit Monaten nicht müde, Zinserhöhungen zu fordern.

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