Konjunktur
Gute Aussichten für die deutsche Konjunktur

Die Erholung der deutschen Konjunktur wird sich voraussichtlich bis in den Winter fort setzen. Das signalisiert der Handelsblatt-Frühindikator, der am Dienstag veröffentlicht wird. Das Barometer ist im August den dritten Monat in Folge gestiegen.

DÜSSELDORF. Es erreichte mit 0,7 Prozent den höchsten Stand seit März 2004. Der Frühindikator läuft der tatsächlichen konjunkturellen Entwicklung um drei Monate voraus und fasst fünf Komponenten zusammen, darunter die Entwicklung des Einzelhandels und der Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe sowie den ifo-Geschäfsklimaindex. Wachstumsmotor ist weiterhin die boomende Weltwirtschaft - während die Binnenkonjunktur nicht richtig auf die Beine kommt. Bereits seit gut einem Jahr profitiert die deutsche Exportwirtschaft von der kräftigen Auslandsnachfrage.

Ulrich van Suntum, der den Handelsblatt-Frühindikator entwickelt hat und ihn monatlich berechnet, distanziert sich von den Wirtschaftsforschungsinstituten, die wegen des boomenden Exports in jüngster Vergangenheit ihre Konjunkturprognosen für Deutschland nach oben revidiert hatten: "Die nahezu einhellige Anhebung der Institutsprognosen für das laufenden Jahr ist angesichts der aktuellen Datenlage ein gewagtes Spiel", mahnte der Münsteraner Ökonomie-Professor. Denn noch "gibt es kaum Anzeichen dafür, dass sich die Binnennachfrage in absehbarer Zeit beleben" würde.

Van Suntum kommt deswegen zu dem Fazit: "Aus heutiger Sicht wird man schon froh sein können, wenn am Ende die vom Hamburgischen Weltwirtschaftsarchiv vorausgesagten 1,5 Prozent Wachstum herauskommen."

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