Gute Lage am Arbeitsmarkt
In Deutschland arbeiten so viele wie noch nie

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Oktober auf den niedrigsten Stand seit knapp einem Jahr gefallen. Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland erreichte einen neuen Rekordstand. Der Ausblick für 2014 ist gut.
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Berlin/WiesbadenDie Herbstbelebung auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist in diesem Jahr nur mäßig ausgefallen. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Oktober zwar um 48.000 auf 2,801 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Im Oktober 2012 waren es aber nochmals 48.000 Arbeitslose weniger „Im Zuge der Herbstbelebung ist die Zahl der arbeitslosen Menschen im Oktober weiter gesunken. Allerdings fiel der Rückgang moderat aus“, sagte Behördenchef Frank-Jürgen Weise. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum September um 0,1 Punkte auf 6,5 Prozent. Im Jahr zuvor hatte sie ebenfalls bei 6,5 Prozent gelegen.

Der Arbeitsmarkt befinde sich insgesamt in einer guten Grundverfassung, erläuterte die BA. Der private Konsum sei derzeit eine starke Stütze der Konjunktur. Gründe hierfür seien das hohe Beschäftigungsniveau, die Steigerung der Reallöhne und die niedrigen Zinsen.

Weise sieht derzeit keine Dynamik am deutschen Arbeitsmarkt. Beschäftigte hätten damit ein geringes Risiko, ihre Arbeit zu verlieren. Doch „gleichzeitig sind die Vermittlungschancen für Arbeitslose geringer geworden“, sagte Weis. Ein stabiler Arbeitsmarkt sei zwar gut. „Aber ein dynamischer Arbeitsmarkt muss unser Ziel sein“, fügte er hinzu.

Für die kommenden drei Monate rechnet der BA-Chef mit keinen größeren Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt. „Die Kurzarbeit entwickelt sich unauffällig, und auch die Zahl jener, die frühzeitig Arbeit suchen, verändert sich kaum noch.“

Unter Herausrechnung jahreszeitlicher Schwankungen stieg die Arbeitslosenzahl überraschend um 2.000 zum Vormonat. Von Reuters befragte Banken-Volkswirte hatten eine unveränderte Zahl erwartet. Für die kommenden drei Monate rechnen die Forscher der BA hier mit einer stabilen Entwicklung.

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Neuer Rekordstand bei den Erwerbstätigen

Kommentare zu " Gute Lage am Arbeitsmarkt: In Deutschland arbeiten so viele wie noch nie"

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  • Handelsblatt, bei Ihrer Zeitung sollte man es unter der Würde eines seriösen Wirtschafts- und Presse-Organs empfinden, den Mainstream-Medien und der System-Presse mit manipulierten und gelogenen Arbeitsmarkt-Daten zu folgen. Selbst registrierte 1-Stunden-Jobs werden mittlerweile von der BA nicht mehr zur Arbeitslosigkeit gezählt - das ist übelstes Machwerk wie in der DDR..! Als Wirtschafts-Blatt ist es ein Unding, wie Sie Arbeitslosigkeit und Beschäftigungslosigkeit nicht mehr auseinander halten können. Wenn Sie Beschäftigungslosigkeit umrechnen in Arbeitslosigkeit, haben wir in Deutschland mindestens eine 5- bis 6-fache Millionen-Arbeitslosigkeit. Aber die BA muss wohl den Direktiven aus Berlin folgen u. ein "schönes
    Merkel-Wetter" vom Himmel runter lügen. Dass Sie im HB solch eine "Allerwelts-Nachplapperei" praktizieren, ist für mich - gelinde gesagt - unerträglich..! Wo bleibt die von Ihnen erwartete journalistische Qualität..?

  • Zitat : In Deutschland arbeiten so viele wie noch nie

    - Natürlich ! Wenn man Vollzeitjobs in prekäre Arbeitsverhältnisse umwandelt, dann ist es so ! Können die Menschen von diesen Jobs auch ihren Lebensunterhalt bestreiten ?

    Ein ganz klares : NEIN !

    Die starke Zahl, die die Statistiker seit Jahrzehnten nach der gleichen Methodik ermitteln, umfasst alle Beschäftigten in der Bundesrepublik, die mindestens eine Stunde täglich arbeiten. Dazu gehören auch Schüler, Studenten und Minijobber, die von ihrer Erwerbstätigkeit nicht leben können.

    http://www.t-online.de/wirtschaft/jobs/id_66262772/arbeitsmarkt-erstmals-mehr-als-42-millionen-erwerbstaetige-in-deutschland.html

  • Erwerbstätigenzahlen ...
    „Damit wurde erstmals seit der Wiedervereinigung Deutschlands die 42-Millionen-Marke überschritten“

    ... leider wird im Beitrag nicht genannt, wie definiert wird.

    Ein einfacher Chart zu den geleisteten Erwerbsstunden im Verlauf der letzten Jahre wäre aussagekräftiger - hier der Link zum statistischen Bundesamt:
    https://www.destatis.de/DE/Publikationen/WirtschaftStatistik/Arbeitsmarkt/StatistischeMessung122011.pdf?__blob=publicationFile.

    Am besten dann noch unterteilt in Lohnklassen und Beschäftigungsfelder.

    dann ist klar, wo Wachstum ist - und ob 8,50 Mindestlohn das Wachstumssegment der Billiglöhner trifft, und wie sich der Arbeitsaufwand im F&E-Bereich bei welchen Löhnen wie entwickelt.


    Die Frage, ob sich durch die stetige Spaltung in Arme und Reiche, in Verlierer und Profiteure der fortschreitenden Entwicklung hin zu einer neofeudalen Gesellschaft insgesamt vorteilhaft für die Bewohner dieses Landes entwickeln, oder ob der zunehmende psychosoziale Stress sich eher unangenehm auswirken, steht auf einem anderen Blatt.

    War das Leben der Deutschen in den 70igern und 80igern besser oder schlechter als jenes in der aktuellen Zeit?
    Wohlstand und Möglichkeiten haben seither -in Summe- mit Sicherheit zugenommen.

    Die Verteilungskrise ist eben nicht nur an der Überschuldung sichtbar...

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